Archive for February, 2007

Billard & GNOME 2.17.92.

Tuesday, February 27th, 2007

Nachdem der Versuch, am letzten Donnerstag Billard-Spielen zu gehen, grandios von einigen Franzosen torpediert wurde (der pünktliche Deutsche ist natürlich um halb zehn am vereinbarten Treffpunkt, während die “Laissez-faire”-Fraktion sich noch genüsslich ein weiteres Bier zum gerade begonnenen Abendessen bestellt, um dann circa eine Stunde später auch einzutreffen, noch in Ruhe vor der Billardkneipe das eigene Bier auszutrinken, um sich dann noch eine weitere Flasche des gesunden und preiswerten Gerstensafts einzuflößen, und um elf Uhr zu realisieren, dass man besagte Tische leider nur bis halb zwölf bespielen kann, um danach dann ziel- und planlos durch die Straßen zu laufen, unterbrochen von einzelnen “Nee, ich hol mir jetzt erstmal einen Döner!”-Rufen und -Verzögerungen), startete heute der zweite Versuch:
21 Uhr, Václavské Náměstí. Uns erwartete eine ziemlich große Halle voller Billard-Tische (und zwei Snooker-Tische, Tischtennis, Air-Hockey, Kicker, Bowlingbahn etc.) und ein netter Abend mit vielen Austauschstudenten…
Erkenntnisse: Ich bin grausam schlecht geworden im Kugeln-durch-andere-Kugeln-in-Löcher schubsen (nicht, daß ich jemals gut gewesen wäre), Französisch ist immer noch eine wohlklingende Sprache, und Air-Hockey und Kickern ist irgendwie viel cooler, weil man da wenigstens nur draufholzen muß – irgendwie wird der Ball/Kugel/Scheibe schon reingehen…

Nun habe ich seit 1 Uhr (=Midnight UTC/GMT) noch die Ehre, zum ersten Male einen Release einer bekannten Desktop-Plattform zu versuchen, ganz technischer Natur. Aber mit meinen 4 Litern Kaffee, 5 Tonnen Schokolade, 2 Kilometer unter der Erdoberfläche von Prag, wird das sicherlich schon irgendwie klappen. Und was hätten mir all die Assessment-Center- und Case-Study-Trainings immer beibringen wollen, hätte ich sie nur einmal besucht? “I’ve never done that before, but I’d be glad to try it. I like challenges, you know.”
Good luck, dude.

Teheran Isotopes, go, go, go!

Monday, February 26th, 2007

Nur um mal die Anfragen in den Kommentaren meines ersten Blog-Eintrags zu beantworten: Ja, ich habe gestern hier das erste Mal Fußball gespielt, zwei Stunden (bis zur Dunkelheit), auf einem Kunstrasenplatz mit zerschnippelten alten Autoreifen als Kiesel-Belag… Alle Isotope dürfen also beruhigt sein: Ihr bester Mann frönt auch weiterhin der vielleicht primitivsten Sportart der Welt… ;-)

"Pack die Badehose ein…"

Sunday, February 25th, 2007

“All-inclusive-Saufen für 300 Kronen” rockt nicht soooo sehr, wenn man eh keinen Alkohol trinkt. Also gestern abend nicht mit ins Face2Face gegangen, sondern lieber noch einmal um den Block gelaufen (der alte Gefahrensucher, der). Nachmittags auch mal eine Runde Wäsche gewaschen – die Menge Wäsche, die in eine Maschine passt, dürfte die doppelte Menge der Wäsche sein, die man dann in einem Käfig zum Trocknen aufhängen darf (Andre schaut nach oben auf die Socken, die von seinem Regal hängen.)

Heute in die Stadt gefahren, um zusammen mit František für läppische 10 Kronen eine Runde beim Verein Christlicher Junger Männer zu schwimmen. Der allerdings renovierte gerade unpässlicherweise seine Schwimmhalle, aber da gab es doch noch irgendwo eine Schwimmhalle direkt in der Nähe unseres Wohnheims, für 60 Kronen, auf dem Gelände des Vergnügungsparks?
Dort angekommen bemerkten wir, dass der Rummel Eintritt kostet. Aber wenn man am Eingang seinen Rucksack öffnet und Handtuch sowie Badehose vorweisen kann, darf man auch umsonst auf den Rummelplatz (Merken! Als Handlungs- und Weltraumreisender immer ein Handtuch dabeihaben!). Und so schwamm ich also meine Runden im Becken, immer schön das sich drehende Riesenrad in Sichtweite…

Sonst? Musik ist immer gut, man kann ja nicht den ganzen Tag nur Deutschlandfunk hören! Neben tschechischen Radiosendern (es dauerte knapp eine halbe Stunde, bis “Seemann” von Rammstein lief, nachdem ich letztes Jahr von einem Chilenen auf der GUADEC auf Rammstein angesprochen wurde, wundert mich da eh nix mehr. Warum spricht mich niemand auf Kraftwerk oder die Neubauten an, grummel…) wäre einmal Kick Push von Lupe Fiasco aufzuführen, was mich jetzt seit einem guten Vierteljahr als Ohrwurm begleitet, und Justice (seufz… Mayday 2005), mit eingeheimsten MTV Video Music Award für das Video zu Never be alone again. Und KLF ja eh schon immer…
(Note to myself: Das ist im zweiten Teil ja mal ein richtiger Weblog im klassischen Sinne geworden. Irre.)

GNOME 2.18 is on your way, baby.

Sunday, February 25th, 2007

been working on writing (hmm… or “mashing up”?) guidelines for proposing new modules for the GNOME desktop, and translated for the first time a .po file, just to check out something totally new. :-)
sent a last showstopper review for GNOME 2.18, also nagged some folks on bugs that are on the best way to become blockers. GNOME 2.18 looks like it will become pretty sane, i only hope that i haven’t ignored something important…
also prepared another small wishlist for nautilus (nautilus 2.16 has been one of the major problematic modules in bugzilla – very few developers but a flood of reports, many of them looking pretty much the same but not exactly, and nearly all of them without any debugging symbols. i think that nearly a dozen really problematic crashers have been fixed in the last months thanks to alex, and i hope that gnome 2.18 will be a quiet time for nautilus at the bug front – because i’d really like to move on to other fields.)

finally set up a list of major issues that have been fixed in the last months and sent it to the distributor-list, so it’s easier for vendors with a backport-only policy to identify patches that are worth getting backported into downstream, and to hopefully reduce workload on the bugsquad team. i still don’t know if this is a useful approach, but after having a chat with ubuntu’s seb128 about this problem (read: “demystifying my perceptions of the number of ubuntu package maintainers”), it seems really useful to share the information with all of the GNOME distros out there, and to do this on a regular basis, combined with taking a look at the showstoppers.

and i’m wondering if either danilo or christian are around, because some string freeze break requests on the gnome-i18n list have been waiting for an approval/rejection. don’t want to yield stress, just wondering…

Dear lazyweb, …

Wednesday, February 21st, 2007

František hat gerade einen kleinen Sprachtest mit mir gemacht.
25 von 27 richtigen Antworten, richtig gut, nech?
Da ist dann nur ein kleiner Haken… Das Ganze war ein Test über meine Deutsch-Kenntnisse.
Da ich aber gerne irgendwann wieder zurückeinwandern möchte und nicht an der sächsischen Grenze von einem aus Bayern versetzten Polizisten nach einem erfolglosen Drogentest und gescheitertem Test über meine Kenntnisse der deutschen Sprache und Geschichte wieder in mein knödeliges, sympathisches und vokalarmes Tschechien abgeschoben werden möchte, bitte ich angehende Germanisten und Rätselfreunde um Hilfe:

  • “Die Hörnchen brauchen wir nicht zu besorgen.” vs. “Die Hörnchen brauchen wir nicht besorgen.”
  • “Ich habe Anastacia singen hören.” vs. “Ich habe Anastacia singen gehört.”

Habe nun für die nächsten 5 Tage frei, da ich meinen Stundenplan etwas umgemodelt habe und nun alle zwei Wochen nur dienstags und mittwochs Vorlesungen habe. Die Nation2Nation-Party von gestern abend im Radost FX wirkt immer noch nach – DJs die ein wenig die Kunst des Turntablism beherrscht haben und das ganze in einen ziemlich furiosen R’n’B/Hiphop-Abend mit kurzen Ausflügen in wundervoll brettigen Elektro-Techno und Latin-Krams (genau, da bin ich dann langsam gegangen) verwandelt haben. Und anscheinend haben am gestrigen Abend auch viele Töpfe hier ihre Deckel gefunden, wenn ich mich unter den sonstigen (Solo-)Austauschstudenten so umschaue. Fragt sich nur ob das länger als einen Tag anhält…

Eine Woche später (dienstags geschrieben, mittwochs gebloggt).

Wednesday, February 14th, 2007

Hmm, regelmäßiges Bloggen ist gar nicht so einfach, wenn man den halben Tag lang unterwegs ist, sich mit anderen Studenten trifft und abends ein Bier (oder halt in meinem Falle: nealkoholické pivo) trinken geht…

Dank der wundervoll langsamen E-Mail-Server der TU Browntown erreichte mich die E-Mail für das Nachrückverfahren für das “Icebreaking Weekend” (ein zweitägiger Ausflug vieler Austauschstudenten, um sich besser kennenzulernen) einige Tage später (der Bus war wortwörtlich bereits abgefahren), so dass ich mit den anderen wenigen “Daheimgebliebenen” das Wochenende in Kneipen und der Kneipe des anderen, größeren Wohnheims Jarov verbracht habe.
Am Sonntag ist mein Mitbewohner František angekommen, mit dem ich mir nun für die nächsten vier Monate das Zimmer teilen werde – ein Experiment, da ich bisher immer ein Zimmer für mich hatte und ich nun mal sehen werde, inwieweit ich sozialverträglich sein kann. ;-)
Heute in bar die Miete im voraus bezahlt, um nicht in zwei Wochen wieder rausgeschmissen zu werden, zudem werde ich mich wohl in den nächsten Tagen mal mit den Waschmaschinen im Keller vertraut machen dürfen. Mein Wohnheim hat eine kleine Bar im Keller, die von montags bis donnerstags geöffnet ist und zwei Kicker bereithält, dies sollte den Kontakt mit den anderen, wenigen Austauschstudenten die in diesem Wohnheim leben (eine Deutsche, eine Ungarin, ein Texaner, drei Belgier und noch ein paar Leute, mit denen ich noch nix zu tun gehabt habe) einfacher gestalten – die große Mehrheit lebt im Jarov-Wohnheim circa 30 Minuten entfernt, und ab Mitternacht gestaltet sich die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln doch sehr zeitaufwendig (75 Minuten).
Zudem habe ich vorgestern in der Stadt bemerkt, dass meine Umhängetasche an der Seite aufgeschlitzt war, und diese daraufhin notdürftig wieder zugenäht. Wahrscheinlich wollte mich jemand beklauen, aber da ich kein Portemonnaie und nur einen sieben Jahre alten Fotoapparat sowie ein schäbiges Mobiltelefon besitze, dürfte bei mir nun wirklich nicht allzuviel zu holen sein – zumindest vermisse ich nichts.

Heute abend findet (wie jeden Dienstag) eine Nation2Nation-Party statt. Dies sind Veranstaltungen des hiesigen Buddysystems, damit einmal in der Woche alle Austauschstudenten zusammen feiern können, und jedesmal präsentieren sich einige Länder, heute die Tschechische und die Slowakische Republik. Der Eintritt ist für Austauschstudenten umsonst, und die Orte der Partys wechseln zwischen vier Clubs in der Stadt.
Blick aus meinem Fenster:

s/.de/.cz

Tuesday, February 13th, 2007

ten days ago, i moved to prague to study abroad for one semester. so if anybody is around who wants to have a beer with one of those guys that bring you your favourite free desktop, just drop me a line!
it’s pretty well organised here (cannot say much about the lectures so far as i did not have many), and it’s fun to chat and to party with all the other exchange students (i naively hope to also improve my french and english a bit, and of course to learn some basic czech). so for the next four months, i will live at a dormitory, sharing my room with another student (and that’s something new to me, as i always had a room on my own). the internet works more or less (the latter one for the last two days), and downstairs we have a bar with a table-soccer.
i will also try to found an exchange students soccer team so i can continue practicing for the next guadec worldcup and the internal championships of my home university (go, teheran isotopes, go!). ;-)

prag.

Tuesday, February 6th, 2007

(non-german-speaking readers of my blog: please subscribe to http://blogs.gnome.org/category/aklapper/lang-en instead, if you are not interested in learning german ;-)

Nach einer recht angenehmen Reise mit der Deutschen Bahn bin ich am Samstag Nachmittag in Prag angekommen. Mein netter Buddy Veronika hat mich vom Bahnhof abgeholt (und ihr ziemlich perfektes Deutsch beeindruckt mich immer noch sehr), fuhr mit mir zu meinem Wohnheim, half mir beim Unterschreiben von Verträgen, mit denen ich nun wahrscheinlich meine Seele verkauft habe (in Wirklichkeit aber nur Bettlaken und eine Schreibtischlampe erhalten habe), und teilte mir noch mit, daß die Zimmer in meinem (kleineren) Wohnheim viel besser seien als die Zimmer im großen Wohnheim Jarov. Ich lebe nun also für die nächsten Monate in einem 13qm-Doppelzimmer in Holešovice, teile mir Küchenzeile und Bad mit dem Dreierzimmer nebenan, und warte auf die Ankunft meines tschechischen Mitbewohners. Bisher ist das Wohnheim ziemlich ausgestorben, da die Universität erst nächste Woche beginnt und viele Studenten bei ihren Eltern sind.
Nach einigen Supermarkt- und Kioskbesuchen (“Máte telefonní kartu? Kolik te stoji?”) und dem Wegräumen und Säubern der Reste meines Vorgängers (bei Interesse an gebrauchten asiatischen Unterhosen und Socken sowie verschimmelten Schwämmen aus der Küchenspüle bitte ich um eine kurze E-Mail) kann ich nun sagen, dass ich mich einigermaßen eingelebt habe, vorallem nach dem gestrigen Kauf von Besteck, Teller, Topf und Becher, nach der gestrigen Begrüßung in der Universität und nach dem Kennenlernen anderer Austauschstudenten (es sind circa 100 hier), auch aus meinem Wohnheim. Die Lehre beginnt nächste Woche, aber mein erster Eindruck (vorallem von Architektur und Organisation) ist sehr positiv. Into the void we have to travel…