Eine Woche später (dienstags geschrieben, mittwochs gebloggt).

Hmm, regelmäßiges Bloggen ist gar nicht so einfach, wenn man den halben Tag lang unterwegs ist, sich mit anderen Studenten trifft und abends ein Bier (oder halt in meinem Falle: nealkoholické pivo) trinken geht…

Dank der wundervoll langsamen E-Mail-Server der TU Browntown erreichte mich die E-Mail für das Nachrückverfahren für das “Icebreaking Weekend” (ein zweitägiger Ausflug vieler Austauschstudenten, um sich besser kennenzulernen) einige Tage später (der Bus war wortwörtlich bereits abgefahren), so dass ich mit den anderen wenigen “Daheimgebliebenen” das Wochenende in Kneipen und der Kneipe des anderen, größeren Wohnheims Jarov verbracht habe.
Am Sonntag ist mein Mitbewohner František angekommen, mit dem ich mir nun für die nächsten vier Monate das Zimmer teilen werde – ein Experiment, da ich bisher immer ein Zimmer für mich hatte und ich nun mal sehen werde, inwieweit ich sozialverträglich sein kann. ;-)
Heute in bar die Miete im voraus bezahlt, um nicht in zwei Wochen wieder rausgeschmissen zu werden, zudem werde ich mich wohl in den nächsten Tagen mal mit den Waschmaschinen im Keller vertraut machen dürfen. Mein Wohnheim hat eine kleine Bar im Keller, die von montags bis donnerstags geöffnet ist und zwei Kicker bereithält, dies sollte den Kontakt mit den anderen, wenigen Austauschstudenten die in diesem Wohnheim leben (eine Deutsche, eine Ungarin, ein Texaner, drei Belgier und noch ein paar Leute, mit denen ich noch nix zu tun gehabt habe) einfacher gestalten – die große Mehrheit lebt im Jarov-Wohnheim circa 30 Minuten entfernt, und ab Mitternacht gestaltet sich die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln doch sehr zeitaufwendig (75 Minuten).
Zudem habe ich vorgestern in der Stadt bemerkt, dass meine Umhängetasche an der Seite aufgeschlitzt war, und diese daraufhin notdürftig wieder zugenäht. Wahrscheinlich wollte mich jemand beklauen, aber da ich kein Portemonnaie und nur einen sieben Jahre alten Fotoapparat sowie ein schäbiges Mobiltelefon besitze, dürfte bei mir nun wirklich nicht allzuviel zu holen sein – zumindest vermisse ich nichts.

Heute abend findet (wie jeden Dienstag) eine Nation2Nation-Party statt. Dies sind Veranstaltungen des hiesigen Buddysystems, damit einmal in der Woche alle Austauschstudenten zusammen feiern können, und jedesmal präsentieren sich einige Länder, heute die Tschechische und die Slowakische Republik. Der Eintritt ist für Austauschstudenten umsonst, und die Orte der Partys wechseln zwischen vier Clubs in der Stadt.
Blick aus meinem Fenster:

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