Archive for October, 2008

Kapitalismus.

Thursday, October 23rd, 2008
Capitalism rocks.

(Picture by farukahmet, CC by-nc licensed)

Vorbemerkung: Kapitalismus ohne ordopolitischen Handlungsrahmen zerstört sich selbst. Daher gibt es Bilanzierungsregeln, ein Kartellamt, und eine gewisse Transparenz. Sinnvoll. Wenn isländische Banken aggressiv expandieren und überdurchschnittliche Zinsen ohne irgendeine Eigenkapitaldeckung versprechen, könnte man bei Interesse mißtrauisch sein – aber welcher durchschnittliche Bankkunde erkundigt sich nach so etwas? Ich würde ja auch lieber meinem Computerhändler einfach vertrauen und mir kein Hintergrundwissen aneignen müssen. Aber dann kriege ich vielleicht das teuerste oder schlechteste Modell verkauft. Oder um es mit einem Freund zu sagen: “Ich will mich damit eigentlich gar nicht beschäftigen müssen.” Verständlich.

Warum wird nun Herr Ackermann dafür kritisiert, dass sein Bankhaus eines der ordentlich geführteren darstellt und daher das Annehmen staatlicher Hilfen absolut nicht seinem (und meinem) Verständnis von freiem Markt und Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen entspricht? Nur weil die Bundesregierung sich heimlich wünscht, dass alle Banken Staatskapital annehmen, damit Bürger nicht im freien Wettbewerb (und okay, sicherlich etwas destabilisierend wirkend) von ihrer öffentlich Hilfe in Anspruch nehmenden Bank zu einer anderen wechseln, die offenbar eine sinnvollere Risikoverteilung ihrer Investments besitzt und einfach fähiger mit Geld wirtschaften kann?

Welche Banken haben in Deutschland bisher Probleme gehabt? SachsenLB (staatlich), IKB (ehemals zu 38% staatlich durch die KfW, nun 90%), KfW (staatlich), BayernLB (staatlich), Hypo Real Estate (teilweise ehemals staatliche Depfa). Interessanter Anteil staatlicher Banken hier. Die deutschen Landesbanken/Sparkassen verzerrten den Wettbewerb lange genug dank ihrer besseren Bonitätseinstufungen aufgrund staatlicher Deckung. Wer bitte braucht staatliche Banken?

Der Staatssozialismus, der in verschiedenen Ausmaßen nun in Island, UK, USA und Frankreich durch (Teil-)Verstaatlichungen eingeführt wird, macht oftmals Marktselbstbereinigungen zunichte, da er den internationalen Wettbewerb verzehrt (so denn diese Banken international tätig sind) – da nimmt dann z.B. die ING-Gruppe nur Staatsgeld in Anspruch, um einen ähnlichen Handlungsspielraum zu erhalten, den andere Banken zuvor erst durch Staatsgelder erhalten haben.

Ja, man hätte sicherlich in den USA durch Geld- und Fiskalpolitik viel früher Anreize zur Erhöhungen der privaten Sparquote schaffen können, wenn dies gewollt gewesen wäre. Ich hoffe immer noch inständig, dass die Vormachtstellung des US-Dollars (die nur durch das unsägliche Bretton-Woods-System der fixierten Wechselkurse entstanden ist, einer 20 Jahre währenden Lizenz zum Gelddrucken wie blöde ohne Inflationsängste) hoffentlich bald gebrochen wird.

Wenn Kapitalismus angeblich nicht funktioniert (taz, 01.10.: “Kapitalismus gescheitert”; Lidové noviny, 18.09.: “Ende des Kapitalismus?”), warum fordert dann bisher niemand, nicht einmal Die Linke, konsequent Realsozialismus? Offenbar existiert halt kein sonstiges Konzept, was den Erwartungen der meisten Menschen bezüglich Wohlstand und individueller Freiheit besser Rechnung trägt als das momentane?

Propose new modules for inclusion in GNOME 2.26!

Tuesday, October 21st, 2008

This is a GNOME Release team service announcement.

Yes! We want you to think about potential new modules for 2.26.
If you’re a maintainer, go wild and propose your favorite new modules for inclusion in GNOME!

How to propose a module? Click here.

The new modules proposal period will end on Monday November 24th at 23:59 UTC.
We expect discussion to heat up about those proposals at the beginning of January and to reach a decision around January 12th.
Also note that early feedback&testing help maintainers/developers to work on issues. Don’t start testing in January so developers don’t have time anymore to work on concerns.

More information about the GNOME 2.25 release cycle.

Vergänglichkeit.

Thursday, October 16th, 2008

Dieses Bild entstand vor knapp anderthalb Jahren aus meinem Fenster heraus, mit dem Průmyslový palác auf der linken Seite:

Diese Bilder stammen von heute abend:


(© idnes.cz)

Sehr, sehr schade. :-(

Battle of the Year.

Wednesday, October 15th, 2008

Generally speaking not much going on in this small town, except for this upcoming weekend: The Team World Cup of Breakdancing and B-Boying.

Looking forward to the inofficial afterparty at the Central station building. If any Planet readers are around too: Ping me to share a beer. :-)

Do prázdna jsme se na cestu.

Monday, October 13th, 2008

A zítra večer, jsme slyšeli hudbu z Motorpsycho.
Yay.

Lieblingswörter.

Saturday, October 11th, 2008
  • [de_DE] Habseligkeiten
  • [de_NDS] Klönschnack
  • [en_US] w00t
  • [cs_CZ] zmrzlina
  • [fr_FR] tatouage
  • [tr_TR] Yakamoz
  • Und wie immer: Petrichor.

Ich werde hier nicht die jeweiligen Begründungen niederschreiben. Falls ein Wort anspricht, bitte selbst kurz die nette Suchmaschine von nebenan anwerfen und sich mal überraschen lassen.

A night at Brain.

Friday, October 10th, 2008

Genau deshalb lohnt es sich dann verdammt noch mal bis zum Ende im Brain zu bleiben und die Oldies über sich ergehen zu lassen: America What Time is Love, Love Missile F1-11, Anna. Ein guter Grund, dem DJ dreimal Danke zu sagen, wenn direkt danach das Licht angeht. Ich hätte alleine für KLF gerne Eintritt gezahlt. Jetzt tun mir die Füße weh. Wh0t!

Ist Zucker drin? Zucker beruhigt.

Friday, October 3rd, 2008

(Eine sehr vage Abhandlung über Handlungsmaximen, da Freunde mir gerne ein “Blog doch mal was Nicht-Technisches” entgegenbringen. Hätte ich “Jetzt kommt die Krise” nicht bereits vor drei Monaten als Blog-Überschrift verwendet, es wäre an der Zeit ob der Weltlage.)

Vor einigen Jahren habe ich für mich eine Regel aufgestellt, die oft schwierig zu realisieren ist, da sie Ehrlichkeit erfordert und definitiv die Beziehungen zwischen Menschen verändert: “Sprich Dinge schnell aus gegenüber Personen, denen Du noch etwas Wichtiges sagen musst. Egal ob gute oder schlechte Dinge.”
“Ich liebe Dich” und “Du bist ein Vollidiot” kann also beides wichtig sein, und beides erzeugt Änderungen im Verhalten. ;-)
Warum? Manchmal ist man sonst einfach zu spät und ärgert sich. Das heißt dann, daß man eine Möglichkeit verpasst hat weil man nichts gesagt hat, oder (noch schlimmer) daß man einen Menschen verloren hat bevor man ihm noch etwas sagen konnte.
Vor einigen Monaten las ich nun im Zug Richtung Süden fahrend folgenden Satz: “Umgib Dich mit Menschen, die gut für Dich sind.” Kombiniert mit erster Regel erzeugt das manchmal Gefühlslagen, die eher selten sind, wenn man nicht eh himmelhochjauchzendzutodebetrübter Borderliner ist – z.B. ziemlich glücklich und total traurig (weinend) gleichzeitig zu sein.
Quintessenz: Hauptsache, der Film bietet gute Unterhaltung mit Höhen und Tiefen, auch wenn man selbst mitspielt. Einladung. Deshalb draus lernen. :-)