Archive for the ‘lang-de’ Category
Vermischtes.
Saturday, June 28th, 2008- Neuer Laptop. Windows XP komplett zerschossen beim Installieren des Grafikkartentreibers. Allerdings auch keinerlei Motivation, das zu reparieren. GNOME/Linux auf der anderen Seite durch das Kopieren meiner alten Daten auch so zerschossen, daß ich weder Symbole noch ein Menü mehr hatte. Unterhaltsam: Nach einem strace auf Nautilus als Test-Benutzer ging dann auch wieder in meinem echten Benutzerkonto alles. Nein, ich will das alles gar nicht verstehen. Viel wichtiger ist doch, dass ich meine Ximian- und Microsoft-Sticker auf dieses viereckige Modeaccessoire rüberbekomme und eine passende schicke pinke Laptoptasche finde, oder? Wer kommt jetzt mit auf die Loveparade?
Insgesamt aber mal wieder sehr beeindruckt gewesen, wie zeitsparend es ist, daß man jegliche Software zentral mit einem Klick installieren kann. Ich verstehe nicht den Masochismus, sich unter Windows wie im Jahre 1995 auf irgendwelchen (ggf. noch nicht mal vertrauenswürdigen) Internetseiten die ganzen gewünschten Programme einzeln herunterzuladen und auch noch selbst installieren zu müssen.
- Deutschland vs. Türkei - bla bla, Integrationsdebatte, beide Fahnen an Autos, schon genug drüber gelesen, innenpolitisch, ich weiß. Habe allerdings gestern die Wirkung auf gerade nur für einige Monate in Deutschland verweilende Menschen bemerkt, die ziemlich beeindruckt davon waren, dass hier anscheinend multinationaler Patriotismus einigermaßen unkompliziert funktionieren kann. Und das in Deutschland!
- Der verbreitete Werbeslogan “Geldkarte/Euro-Führerschein rein, Drogen raus” für Zigarettenautomaten ist eine Lüge, mit einem tschechischen Euro-Führerschein geht das schon mal nicht. Konsequenter nächster Schritt wäre, den Aufdruck auf den Zigarettenpackungen zu erweitern: “Rauchen: Bitte nur Erwachsene und Deutsche”.
- Wer Ironie findet, darf sie behalten. Oder noch besser: “In diesem Blog verbreitete Meinungen geben nicht die Meinungen meiner Arbeitgeber oder Regierung wieder.”
Vermischtes.
Thursday, June 19th, 2008(Also die klassische Musik- und Politik-Selbstmitteilungszwangrubrik.)
- Ich bin Monate bzw. Wochen zu spät für die jeweiligen zugehörigen Hypes, dennoch auf der momentanen Gehörliste (auch ohne die netten Videos) neben Daniel Holbachs Drum’n'Bass-Tapes:
- Thou Shalt always Kill wegen einiger grandioser Sätze wie “Thou shalt not use poetry, art or music to get into girls pants - use it to get into their heads.”
- Stress (denn ich mag unruhige Streicher, auftaktige Klaviere und scharf gesetzte Synthies).
- The Test - wundervolles Lied, wundervolles Video.
- Paperplanes - Grund genug, um meine Sammlung an M.I.A.-Alben zu vervollständigen.
- Ich wünsche mir, dass Michel Friedman 10 Minuten Herrn Bussi Beck vom SPD-Verein interviewt, dann wäre das Thema endlich erledigt. Und Köhler erklärt, dass es anderthalb Millionen Arbeitslose weniger gebe. Wieviele davon befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen? Und warum kannte zurecht niemand das Wort “prekär” vor drei Jahren?
- (Hinweis: Es folgt ein gekauftes Blogthema aus Ermangelung an Kreativität. Großer Dank an Lieferanten!) Vypsaná fiXa und ihr schnuckeliger Liedsänger Mardí spielen am 31. Juli für lau in Prag, bis die Polizei die Veranstaltung abbrechen wird (oder sowas, notfalls halt mal selbst nachlesen und übersetzen). Warum, warum liegt meine Diplomprüfungsklausur auf dem 31. Juli? Wo ist der Privatjet, wenn ich ihn brauche?
- Ah, nachlesen und übersetzen: Google Translate hat einige neue Sprachen hinzugefügt. Im Gegensatz zu den bisherigen Ein-Wort-Abfragen für Polnisch und Tschechisch in Online-Wörterbüchern ist dies ein Fortschritt, dennoch sind die Ergebnisse ziemlich unverständlich. Interessant fand ich Erklärungen von Google, wie dies zustande kommt.
Ein Interview; Berlin.
Friday, May 30th, 2008Die Kathedrale und der Basar
Ich habe vor einiger Zeit ein Interview über die sozialen Aspekte von Open-Source-Softwareentwicklung gegeben, welches jetzt veröffentlicht wurde. Wer schon immer mal etwas mehr verstehen wollte, was ich eigentlich in meiner Freizeit mache und dabei keinen technischen Krams lesen möchte, könnte dies interessant finden. Der Artikel “Die Kathedrale und der Basar” als PDF nach dem Klick.
Ein Donnerstag morgen bei McDonalds in Berlin
Aus dem Radio dudelt “Durch den Monsun” auf Englisch, ein abgewracktes und eiliges Mädel schnorrt mich nach Geld an (ich teile ihr mit, dass ich auch nur noch 1,70 in der Tasche habe), und am Nachbartisch unterhalten sich zwei Damen und ein Herr im mittleren Alter über in KZs umgebrachte Kinder. Zum Frühstück!
Zeit meinen Kaffee auszutrinken und sich zum Linuxtag aufzumachen, oder lieber in Ländern Kaffee zu trinken in denen ich nicht alles verstehen kann (Bayern?).
Travelling.
Monday, May 26th, 2008Die vergangenen zwei Wochen auf Reisen verbracht.
Helsinki

Finnisch leidet an akuter Konsonantenarmut. Ich meine in dieser halben Woche genau zwei Wörter verstanden zu haben (das eine war “Braatwursti” am Frühstücksbuffee). Erfreulich: Offizielle Schilder müssen auch in schwedisch sein. Das machte das Leben oft ein wenig einfacher, auch wenn dadurch ein Bier in der Kneipe nicht billiger wird (6EUR).

Die Arbeit war interessant und meine Kollegen/Vorgesetzten (?) sehr nett. Leider konnte ich nicht auf dem Rückweg wie von Maut Raudsepp gewünscht im Baltikum auf ein Bier vorbeischauen, aber ein nettes Foto in der Gegend machen:

Berlin
Am Wochenende Motorpsycho-Konzert - gut und psychedelisch, wenn auch anders als mir in Erinnerung und keinerlei erkennbare Songs die älter als ein paar Jahre waren.
Prag
(picture by Graham Binns)
Eine Woche Ubuntu Developer Summit. Tschechisch leidet an akuter Vokalarmut, das mag ich. Sehr schön gewesen viele Leute wieder- oder zum ersten Mal zu sehen. Einigermaßen produktiv, auch wenn mein Laptop die meiste Zeit nicht laufen wollte und ich auf mein N810 zurückgreifen musste. Den Rest blogge ich dann auf Englisch…

Weit weg, out of space.
Saturday, May 10th, 2008Gerade findet in dieser Stadt, in der sich noch eine Wohnung von mir befindet, ein Landesturnfest statt. Abends gibt es daher ein Unterhaltungsprogramm mit einigen Musikkapellen. Bevor ich mir morgen abend also für lau Clueso anschaue um danach dann ein wenig zu Arbeitgebern und anderen beteiligten Firmen zu reisen, habe ich mich heute abend gegen 10 aufgemacht, um die letzten zwei Minuten vom Empty Trash zu hören (die Kapelle eines ehemaligen DSDS-Teilnehmers), und zu verstehen daß ich mich morgen früher aufmachen sollte, wenn die Stadt es nur erlaubt bis 22h Musik erklingen zu lassen.
Interessant fand ich die kreischende (obgleich kleine) Horde an Mädchen, die selbst nach dem Konzert das höchste der Gefühle darin sahen, sich von Rookies Plastikwasserflaschen ins Gesicht werfen zu lassen. Fan sein heißt Leiden. Und mein Fahrrad parkte offenbar direkt am Zaun, hinter dem sich der Backstage-Bereich befand, zumindest befand sich auch hier eine Horde junger Damen, die versuchten durch ein kleines Loch im Zaun zu luken und die Stimme ihres Idols zu hören.
Ich glaube das Musikgeschäft wäre doch nichts für mich.
no more full-time student life.
Thursday, May 1st, 2008(Nein, ich habe nicht mein Studium beendet.) Seit heute arbeite ich für die Openismus GmbH. Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen und bin sehr gespannt auf das neue Arbeitsumfeld und die bevorstehenden Tätigkeiten.
Zu erledigen.
Friday, April 18th, 2008- Seminararbeit über Peter Drucker heute (fünf Minuten vor Abgabetermin) eingereicht. Beschwerden über das Timing bitte an die anderen Beteiligten.
- Studienarbeit (Integrieren eines Straßenkartendienstes in eine Java-Desktop-Anbindung): In den nächsten Wochen fertigkriegen.
- IGNITE-Konzert am Sonntag. Oh yeah!
Genereller Hinweis auch an all diejenigen, die sich nicht für den Themenbereich Überwachung und Grundrechte interessieren: http://annalist.noblogs.org/ ist ein sehr lesenswerter Blog um einen Eindruck zu erhalten, wie es werden kann, falls irgendwann das Bundesverfassungsgericht mal nicht mehr letzte Bastion der Grundrechte sein sollte.
Vermischtes.
Thursday, April 10th, 2008- HR-Recruiting-Emails sind unterhaltsam, wenn der Absender offenbar nicht herausgefunden hat, in welchem Feld der Umworbene denn überhaupt arbeitet. Dann entstehen solche Bauchpinselsätze wie “You seem to be playing a pretty significant part in your software project.” Nee. Das täuscht nur. Deshalb auch das “seem”, honey.
- Das Suchen nach Songtitel mit Textfetzen im Internet funktioniert. Hatte irgendwann mal eine Kassette mit Aufnahmen von EinsLive um 1996, und nun bemerkt, daß besagter Unplugged-Künstler später die Band Erdmöbel gegründet hat, und die beiden von mir gesuchten Songs nochmal aufgenommen hat. CD liegt jetzt hier. Internet ist wirklich eine tolle Erfindung der Amerikaner. “New York New York” von Moby mit Debbie Harry hab ich auch so gefunden, zwei Jahre nachdem ich es auf einer Party gehört habe. Also, what is the next big music thingy? Lande ich noch mehr beim Pop?
- GLS meint wir hätten hier kein Klingelschild. Das ist offenbar falsch. Ich hab auch extra nochmal geschaut: Keine Fraktur, kein Sütterlin, sondern Helvetica/Arial. Jungs, das muss besser werden. So könnt Ihr der Post doch nie Konkurrenz machen.
- Scheint ja grad in Mode zu sein gegen China zu demonstrieren. Aber was war Tibet denn? Genau, ein Gottesstaat, gelenkt von religiösen Machthabern! Aber ist sowas denn nicht per se böse? Und wenn die Tibeter gegen die Überfremdung durch die hinzuziehenden Chinesen protestieren, erinnert das nicht an Töne vom Rande des Parteienspektrums, die in Deutschland doch sonst total politisch unkorrekt wären? Merkwürdig. (Wer Ironie entdeckt, darf sie behalten.)
die musiklage der letzten tage.
Monday, February 11th, 2008- Fad Gadget’s Collapsing New People. Zwei Fad Gadget-CDs besaß ich ja bereits, aber mir kam erst letztens die Idee, nach Videos zu schauen. YouTube ist toll, wenn man sich dort die Auftritte bei der ARD-Hitparadensendung “Formel Eins” nochmal anschauen kann (ich wollte schon immer den Begriff “Hitparade” verwenden). Ich kann mir jedes Buch der Welt in einer öffentlichen Bibliothek ausleihen, aber die Fernsehsendungen, für die man teilweise GEZ-Gebühren (korrekte Bezeichnung hier: “Rundfunkgebühren”, bevor die GEZ mich abmahnt) gezahlt hat, sind verschlossen in Archiven, oder (wenn ich mich an das Weihnachtskaffeetrinken mit der Familie richtig erinnere) man zahlt 800 EUR für einen 15-Sekunden-Schnipsel einer ZDF-Musiksendung aus den 80er Jahren, wenn man den rechtlich korrekten Weg gehen will. Urheberrechte waren geschichtlich nie mit physikalischen Eigentumsrechten gleichgesetzt; nun gehen wir dank dem Lobbyismus der Plattenfirmen und Filmstudios also diesen Weg, machen damit 95% der Kultur einer ganzen Generation unzugänglich und kriminalisieren die bevorzugten künstlerischen Ausdrucksweisen der Jugend, indem die Verwendung eines halbsekündigen Bildes in einem selbstfabrizierten YouTube-Click mit einer vierstelligen Abmahnungssumme belohnt wird. Verweise hierfür zu Lawrence Lessig’s “Free Culture”. Arme neue Welt.
- Von Collapsing New People zu Collapsing New Buildings. “Alles wieder offen” von den Neubauten ist noch ruhiger als Vorgänger, aber ebenso lyrisch und wunderschön industriell instrumentiert. Geld absolut wert. Link zum Video.
- Alicia Keys: Songs in A minor. Lag hier schon länger herum. Recht schöne Musik zum abends mit Wärmflasche für Klausuren lernen.
- The Streets: Original Pirate Material. Hatte ich schon mal vor Jahren als dann verlorengegangene MP3s. Allein für den Satz “Geezers need excitement. If their lives don’t provide them this they incite violence. Common sense, simple common sense.”, der die gesamte Debatte über gescheiterte Integration und Jugendkriminalität kurz und präzise zusammenfasst, lohnt sich der Kauf. Eigentlich warte ich jetzt nur auf eine schnoddrige Zusammenarbeit zwischen The Streets und Lady Sovereign.
- Miss Kittin: Batbox. Schöner, direkter, halliger Elektro. Link zum Video.
- MGMT: Time To Pretend. Läuft hier gerade ziemlich oft. Grandioser Text, unglaublich beschissenes Video. Gut dass ich das erst nach dem Hören gesehen habe.
- Es macht mir große Sorgen, wenn Drittklässler in diese “Freunde”-Bücher (in denen jeder den vorgefertigten Fragebogen ausfüllen soll) unter Lieblingsmusik “Massiv” eintragen. Vorallem machen mir die Eltern Sorgen, die nicht mitbekommen, welche Musik ihr Kind hört.
