Archive for the ‘lang-de’ Category

Nichtwahlkampf

Wednesday, September 16th, 2009

Themen, die mich im deutschen Wahlkampf interessieren würden, aber ignoriert werden:

Stattdessen: Weiter so. Merkel sagt ja noch nicht einmal, wer in einer zukünftigen CDU-geführten Regierung das Personal sein soll.

In Tschechien hingegen dürfte sich der Hass der jungen Leute auf die Sozialdemokraten zurecht noch einmal vergrößert haben (ich kenne zumindest niemanden, der hier freiwillig Sozialdemokraten, Grüne oder Kommunisten wählen würde). Ich sollte wieder Eier kaufen gehen.

Alles ein Trauerspiel. Wenigstens am Katzentisch sieht es gut aus.

Die deutsche und tschechische Politiklandschaft.

Thursday, July 23rd, 2009
  • Nachdem die deutsche Bundesregierung eine Internetzensur eingefuehrt hat (und damit habe ich grosse Probleme), die sich auch von technisch unversierten Computerbenutzern innerhalb von einer halben Minute einfach umgehen laesst, werde ich wohl bei der Piratenpartei landen (von der FDP fuehle ich mich auch nicht so recht praesentiert, und die Grünen haben beim letzten Parteitag ein solch sozialistisches Programm beschlossen dass diese ebenfalls keine Option darstellen). Die Kriminalisierung der Jugendkultur (Paintball-Verbot, “Killerspiele”) sowie die Grundrechtseingriffe (Online-Durchsuchung, Bundestrojaner) sind weitere Gruende.

  • Ich hoffe innigst, dass FDP und Gruene weitaus mehr Stimmen erhalten werden bei der naechsten Wahl als der putzige SPD-Verein.

  • Ich gebe zu, die tschechische Politik ist schlimmer, und der sozialdemokratische Vorsitzende Jiří Paroubek war so dumm sich auf ein destruktives Misstrauensvotum einzulassen ohne zu verstehen, dass er dadurch seinen Gegnern in die Haende spielt (fuer ausuferndere Analysen bitte gerne per E-Mail anfragen). Ich kann eine klammheimliche Freude ueber die Proteste gegen ihn im Europa-Wahlkampf nicht verbergen. Ich halte hier einzig Karl zu Schwarzenberg fuer integer, und bin froh dass er nach dem Sturz der Regierung zusammen mit dem ehemaligen Vorsitzenden der KDU-ČSL die rechtsliberale Partei TOP 09 gegruendet hat. Zusammen mit der tschechischen Piratenpartei hier wohl gerade mein Favorit.

Musik.

Monday, June 22nd, 2009

Gerade rotierend:

Und am Mittwoch abend dann live:

Freu.

Sätze, die man wohl nur einmal im Leben hört.

Monday, February 2nd, 2009

“Und wenn Du schon mal Deine neue Mitbewohnerin sehen willst, schau Dir kurz das neueste Musikvideo Deiner Lieblingsband an.”

Zasraná kočička.

Wednesday, January 21st, 2009
  • Die Mutter war’s. Was braucht’s der Worte mehr.”
  • [Silence.]
  • Der vielleicht interessanteste Satz der letzten Tage kam aus der Weststadt: “Wenn ich dich vor ein paar Monaten irgendwo gesehen hätte, von hinten und mit langen Haaren, ich hätt Dich erstmal geboxt.”
  • Ich wurde vor Jahren gefragt, was für ein Landsmann ich sei. Lipper, war meine spontane Antwort. Nun wurde ich (wortwörtlich) nach meinem Stand gefragt. Das hat mich dann doch irritiert.

Sníh na schodišti (Vermischtes).

Sunday, January 4th, 2009

Jetzt kommt die Krise.

Waschmaschine kaputt. Jacke kaputt. Fahrradschloß kaputt. Das erfreut die Volkswirtschaft, denn dann wird gekauft!

Friday I’m in Love

Das T-Shirt zum Song.
(gefunden im Blog der sehr geschätzten la_rayis.)

Adbusting

Rozhoduj se sám

Auf der Suche nach weiteren Aktionen neben Atombombenexplosionen und hustý Lichtzeichenanlagen gefunden: Violated subconsciousness (Znásilněný Podvědomí). Schon einige Jahre alt, but still Ztohoven at its very best.

Mitarbeiter des Monats

Sicherheitsdienstmann 1 am Eingang sagt Sicherheitsdienstmann 2, dass er mich nicht untersuchen brauche, da ich doch Mitarbeiter sei. Mir neu. Falls jemand Waffeln oder Drogeln in die örtliche Großraumdiskothek schmuggeln möchte: Bitte Kommentar hinterlassen.

Magst du Schnee?

Ja. Und allgemein Menschen, die den Mut haben, dies zu fragen (und es scheinen mehr zu werden) anstelle von “Wie geht’s”, “Wie heißt du”, “Was machst Du”. Denn was interessiert’s mich?

VF. / Heimat.

Sunday, December 28th, 2008

VF.

Rausfahren aufs Land, dort wo das städtische Busticket nicht mehr gilt (was der Busfahrer nur mit Augenbrauenanheben und einer lässigen Handbewegung in Richtung Businnenraum quittiert), in ein Kaff mit 5185 Einwohnern. Dort finden sich dann 800 Leute für ein Konzert ein, und für eine Poprock-Band war ich sehr erfreut über den harten Moshpit vorne, die Vielzahl der daran beteiligten Damen, und die hohe Anzahl an stagedivenden Mädels (sogar auf dem Bauch). Emanzipation? Und nach drei Zugaben dann auch alle Lieder gespielt, auf die ich gewartet hatte. Was will man mehr, außer dann an der Bushaltestelle einzusehen daß ein Bus zurück in die Stadt nachts nur alle zwei Stunden fährt?

Heimat.

Neben der Landschaft gibt es einen weiteren Grund die Heimat zu mögen, der mir heute auf dem Hin- und Rückweg zum Aufladen zweier Fuder Holz wieder einmal aufgefallen ist: In Lippe ist es einfach gängig, bei Gegenverkehr zu überholen, und das weiß auch jeder. Nur die Auswärtigen auf den Straßen stellen dabei die Gefahr dar. ;-)

Zukunft.

Takže… PF 2009!

Kapitalismus.

Thursday, October 23rd, 2008
Capitalism rocks.

(Picture by farukahmet, CC by-nc licensed)

Vorbemerkung: Kapitalismus ohne ordopolitischen Handlungsrahmen zerstört sich selbst. Daher gibt es Bilanzierungsregeln, ein Kartellamt, und eine gewisse Transparenz. Sinnvoll. Wenn isländische Banken aggressiv expandieren und überdurchschnittliche Zinsen ohne irgendeine Eigenkapitaldeckung versprechen, könnte man bei Interesse mißtrauisch sein – aber welcher durchschnittliche Bankkunde erkundigt sich nach so etwas? Ich würde ja auch lieber meinem Computerhändler einfach vertrauen und mir kein Hintergrundwissen aneignen müssen. Aber dann kriege ich vielleicht das teuerste oder schlechteste Modell verkauft. Oder um es mit einem Freund zu sagen: “Ich will mich damit eigentlich gar nicht beschäftigen müssen.” Verständlich.

Warum wird nun Herr Ackermann dafür kritisiert, dass sein Bankhaus eines der ordentlich geführteren darstellt und daher das Annehmen staatlicher Hilfen absolut nicht seinem (und meinem) Verständnis von freiem Markt und Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen entspricht? Nur weil die Bundesregierung sich heimlich wünscht, dass alle Banken Staatskapital annehmen, damit Bürger nicht im freien Wettbewerb (und okay, sicherlich etwas destabilisierend wirkend) von ihrer öffentlich Hilfe in Anspruch nehmenden Bank zu einer anderen wechseln, die offenbar eine sinnvollere Risikoverteilung ihrer Investments besitzt und einfach fähiger mit Geld wirtschaften kann?

Welche Banken haben in Deutschland bisher Probleme gehabt? SachsenLB (staatlich), IKB (ehemals zu 38% staatlich durch die KfW, nun 90%), KfW (staatlich), BayernLB (staatlich), Hypo Real Estate (teilweise ehemals staatliche Depfa). Interessanter Anteil staatlicher Banken hier. Die deutschen Landesbanken/Sparkassen verzerrten den Wettbewerb lange genug dank ihrer besseren Bonitätseinstufungen aufgrund staatlicher Deckung. Wer bitte braucht staatliche Banken?

Der Staatssozialismus, der in verschiedenen Ausmaßen nun in Island, UK, USA und Frankreich durch (Teil-)Verstaatlichungen eingeführt wird, macht oftmals Marktselbstbereinigungen zunichte, da er den internationalen Wettbewerb verzehrt (so denn diese Banken international tätig sind) – da nimmt dann z.B. die ING-Gruppe nur Staatsgeld in Anspruch, um einen ähnlichen Handlungsspielraum zu erhalten, den andere Banken zuvor erst durch Staatsgelder erhalten haben.

Ja, man hätte sicherlich in den USA durch Geld- und Fiskalpolitik viel früher Anreize zur Erhöhungen der privaten Sparquote schaffen können, wenn dies gewollt gewesen wäre. Ich hoffe immer noch inständig, dass die Vormachtstellung des US-Dollars (die nur durch das unsägliche Bretton-Woods-System der fixierten Wechselkurse entstanden ist, einer 20 Jahre währenden Lizenz zum Gelddrucken wie blöde ohne Inflationsängste) hoffentlich bald gebrochen wird.

Wenn Kapitalismus angeblich nicht funktioniert (taz, 01.10.: “Kapitalismus gescheitert”; Lidové noviny, 18.09.: “Ende des Kapitalismus?”), warum fordert dann bisher niemand, nicht einmal Die Linke, konsequent Realsozialismus? Offenbar existiert halt kein sonstiges Konzept, was den Erwartungen der meisten Menschen bezüglich Wohlstand und individueller Freiheit besser Rechnung trägt als das momentane?

Vergänglichkeit.

Thursday, October 16th, 2008

Dieses Bild entstand vor knapp anderthalb Jahren aus meinem Fenster heraus, mit dem Průmyslový palác auf der linken Seite:

Diese Bilder stammen von heute abend:


(© idnes.cz)

Sehr, sehr schade. :-(

Lieblingswörter.

Saturday, October 11th, 2008
  • [de_DE] Habseligkeiten
  • [de_NDS] Klönschnack
  • [en_US] w00t
  • [cs_CZ] zmrzlina
  • [fr_FR] tatouage
  • [tr_TR] Yakamoz
  • Und wie immer: Petrichor.

Ich werde hier nicht die jeweiligen Begründungen niederschreiben. Falls ein Wort anspricht, bitte selbst kurz die nette Suchmaschine von nebenan anwerfen und sich mal überraschen lassen.