Archive for the ‘lang-de’ Category

Sätze, die man wohl nur einmal im Leben hört.

Monday, February 2nd, 2009

“Und wenn Du schon mal Deine neue Mitbewohnerin sehen willst, schau Dir kurz das neueste Musikvideo Deiner Lieblingsband an.”

Zasraná kočička.

Wednesday, January 21st, 2009
  • Die Mutter war’s. Was braucht’s der Worte mehr.”
  • [Silence.]
  • Der vielleicht interessanteste Satz der letzten Tage kam aus der Weststadt: “Wenn ich dich vor ein paar Monaten irgendwo gesehen hätte, von hinten und mit langen Haaren, ich hätt Dich erstmal geboxt.”
  • Ich wurde vor Jahren gefragt, was für ein Landsmann ich sei. Lipper, war meine spontane Antwort. Nun wurde ich (wortwörtlich) nach meinem Stand gefragt. Das hat mich dann doch irritiert.

Sníh na schodišti (Vermischtes).

Sunday, January 4th, 2009

Jetzt kommt die Krise.

Waschmaschine kaputt. Jacke kaputt. Fahrradschloß kaputt. Das erfreut die Volkswirtschaft, denn dann wird gekauft!

Friday I’m in Love

Das T-Shirt zum Song.
(gefunden im Blog der sehr geschätzten la_rayis.)

Adbusting

Rozhoduj se sám

Auf der Suche nach weiteren Aktionen neben Atombombenexplosionen und hustý Lichtzeichenanlagen gefunden: Violated subconsciousness (Znásilněný Podvědomí). Schon einige Jahre alt, but still Ztohoven at its very best.

Mitarbeiter des Monats

Sicherheitsdienstmann 1 am Eingang sagt Sicherheitsdienstmann 2, dass er mich nicht untersuchen brauche, da ich doch Mitarbeiter sei. Mir neu. Falls jemand Waffeln oder Drogeln in die örtliche Großraumdiskothek schmuggeln möchte: Bitte Kommentar hinterlassen.

Magst du Schnee?

Ja. Und allgemein Menschen, die den Mut haben, dies zu fragen (und es scheinen mehr zu werden) anstelle von “Wie geht’s”, “Wie heißt du”, “Was machst Du”. Denn was interessiert’s mich?

VF. / Heimat.

Sunday, December 28th, 2008

VF.

Rausfahren aufs Land, dort wo das städtische Busticket nicht mehr gilt (was der Busfahrer nur mit Augenbrauenanheben und einer lässigen Handbewegung in Richtung Businnenraum quittiert), in ein Kaff mit 5185 Einwohnern. Dort finden sich dann 800 Leute für ein Konzert ein, und für eine Poprock-Band war ich sehr erfreut über den harten Moshpit vorne, die Vielzahl der daran beteiligten Damen, und die hohe Anzahl an stagedivenden Mädels (sogar auf dem Bauch). Emanzipation? Und nach drei Zugaben dann auch alle Lieder gespielt, auf die ich gewartet hatte. Was will man mehr, außer dann an der Bushaltestelle einzusehen daß ein Bus zurück in die Stadt nachts nur alle zwei Stunden fährt?

Heimat.

Neben der Landschaft gibt es einen weiteren Grund die Heimat zu mögen, der mir heute auf dem Hin- und Rückweg zum Aufladen zweier Fuder Holz wieder einmal aufgefallen ist: In Lippe ist es einfach gängig, bei Gegenverkehr zu überholen, und das weiß auch jeder. Nur die Auswärtigen auf den Straßen stellen dabei die Gefahr dar. ;-)

Zukunft.

Takže… PF 2009!

Kapitalismus.

Thursday, October 23rd, 2008
Capitalism rocks.

(Picture by farukahmet, CC by-nc licensed)

Vorbemerkung: Kapitalismus ohne ordopolitischen Handlungsrahmen zerstört sich selbst. Daher gibt es Bilanzierungsregeln, ein Kartellamt, und eine gewisse Transparenz. Sinnvoll. Wenn isländische Banken aggressiv expandieren und überdurchschnittliche Zinsen ohne irgendeine Eigenkapitaldeckung versprechen, könnte man bei Interesse mißtrauisch sein – aber welcher durchschnittliche Bankkunde erkundigt sich nach so etwas? Ich würde ja auch lieber meinem Computerhändler einfach vertrauen und mir kein Hintergrundwissen aneignen müssen. Aber dann kriege ich vielleicht das teuerste oder schlechteste Modell verkauft. Oder um es mit einem Freund zu sagen: “Ich will mich damit eigentlich gar nicht beschäftigen müssen.” Verständlich.

Warum wird nun Herr Ackermann dafür kritisiert, dass sein Bankhaus eines der ordentlich geführteren darstellt und daher das Annehmen staatlicher Hilfen absolut nicht seinem (und meinem) Verständnis von freiem Markt und Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen entspricht? Nur weil die Bundesregierung sich heimlich wünscht, dass alle Banken Staatskapital annehmen, damit Bürger nicht im freien Wettbewerb (und okay, sicherlich etwas destabilisierend wirkend) von ihrer öffentlich Hilfe in Anspruch nehmenden Bank zu einer anderen wechseln, die offenbar eine sinnvollere Risikoverteilung ihrer Investments besitzt und einfach fähiger mit Geld wirtschaften kann?

Welche Banken haben in Deutschland bisher Probleme gehabt? SachsenLB (staatlich), IKB (ehemals zu 38% staatlich durch die KfW, nun 90%), KfW (staatlich), BayernLB (staatlich), Hypo Real Estate (teilweise ehemals staatliche Depfa). Interessanter Anteil staatlicher Banken hier. Die deutschen Landesbanken/Sparkassen verzerrten den Wettbewerb lange genug dank ihrer besseren Bonitätseinstufungen aufgrund staatlicher Deckung. Wer bitte braucht staatliche Banken?

Der Staatssozialismus, der in verschiedenen Ausmaßen nun in Island, UK, USA und Frankreich durch (Teil-)Verstaatlichungen eingeführt wird, macht oftmals Marktselbstbereinigungen zunichte, da er den internationalen Wettbewerb verzehrt (so denn diese Banken international tätig sind) – da nimmt dann z.B. die ING-Gruppe nur Staatsgeld in Anspruch, um einen ähnlichen Handlungsspielraum zu erhalten, den andere Banken zuvor erst durch Staatsgelder erhalten haben.

Ja, man hätte sicherlich in den USA durch Geld- und Fiskalpolitik viel früher Anreize zur Erhöhungen der privaten Sparquote schaffen können, wenn dies gewollt gewesen wäre. Ich hoffe immer noch inständig, dass die Vormachtstellung des US-Dollars (die nur durch das unsägliche Bretton-Woods-System der fixierten Wechselkurse entstanden ist, einer 20 Jahre währenden Lizenz zum Gelddrucken wie blöde ohne Inflationsängste) hoffentlich bald gebrochen wird.

Wenn Kapitalismus angeblich nicht funktioniert (taz, 01.10.: “Kapitalismus gescheitert”; Lidové noviny, 18.09.: “Ende des Kapitalismus?”), warum fordert dann bisher niemand, nicht einmal Die Linke, konsequent Realsozialismus? Offenbar existiert halt kein sonstiges Konzept, was den Erwartungen der meisten Menschen bezüglich Wohlstand und individueller Freiheit besser Rechnung trägt als das momentane?

Vergänglichkeit.

Thursday, October 16th, 2008

Dieses Bild entstand vor knapp anderthalb Jahren aus meinem Fenster heraus, mit dem Průmyslový palác auf der linken Seite:

Diese Bilder stammen von heute abend:


(© idnes.cz)

Sehr, sehr schade. :-(

Lieblingswörter.

Saturday, October 11th, 2008
  • [de_DE] Habseligkeiten
  • [de_NDS] Klönschnack
  • [en_US] w00t
  • [cs_CZ] zmrzlina
  • [fr_FR] tatouage
  • [tr_TR] Yakamoz
  • Und wie immer: Petrichor.

Ich werde hier nicht die jeweiligen Begründungen niederschreiben. Falls ein Wort anspricht, bitte selbst kurz die nette Suchmaschine von nebenan anwerfen und sich mal überraschen lassen.

A night at Brain.

Friday, October 10th, 2008

Genau deshalb lohnt es sich dann verdammt noch mal bis zum Ende im Brain zu bleiben und die Oldies über sich ergehen zu lassen: America What Time is Love, Love Missile F1-11, Anna. Ein guter Grund, dem DJ dreimal Danke zu sagen, wenn direkt danach das Licht angeht. Ich hätte alleine für KLF gerne Eintritt gezahlt. Jetzt tun mir die Füße weh. Wh0t!

Ist Zucker drin? Zucker beruhigt.

Friday, October 3rd, 2008

(Eine sehr vage Abhandlung über Handlungsmaximen, da Freunde mir gerne ein “Blog doch mal was Nicht-Technisches” entgegenbringen. Hätte ich “Jetzt kommt die Krise” nicht bereits vor drei Monaten als Blog-Überschrift verwendet, es wäre an der Zeit ob der Weltlage.)

Vor einigen Jahren habe ich für mich eine Regel aufgestellt, die oft schwierig zu realisieren ist, da sie Ehrlichkeit erfordert und definitiv die Beziehungen zwischen Menschen verändert: “Sprich Dinge schnell aus gegenüber Personen, denen Du noch etwas Wichtiges sagen musst. Egal ob gute oder schlechte Dinge.”
“Ich liebe Dich” und “Du bist ein Vollidiot” kann also beides wichtig sein, und beides erzeugt Änderungen im Verhalten. ;-)
Warum? Manchmal ist man sonst einfach zu spät und ärgert sich. Das heißt dann, daß man eine Möglichkeit verpasst hat weil man nichts gesagt hat, oder (noch schlimmer) daß man einen Menschen verloren hat bevor man ihm noch etwas sagen konnte.
Vor einigen Monaten las ich nun im Zug Richtung Süden fahrend folgenden Satz: “Umgib Dich mit Menschen, die gut für Dich sind.” Kombiniert mit erster Regel erzeugt das manchmal Gefühlslagen, die eher selten sind, wenn man nicht eh himmelhochjauchzendzutodebetrübter Borderliner ist – z.B. ziemlich glücklich und total traurig (weinend) gleichzeitig zu sein.
Quintessenz: Hauptsache, der Film bietet gute Unterhaltung mit Höhen und Tiefen, auch wenn man selbst mitspielt. Einladung. Deshalb draus lernen. :-)

Politik, Musik, Kunst.

Saturday, August 30th, 2008
  • Ich verstehe nicht das Rußland-Bashing der gleichgeschalteten Medien. Georgien hat als erstes das Völkerrecht gebrochen, indem es 48 Stunden nach einem Waffenstillstandsabkommen Süd-Ossetien militaerisch angegriffen hat. Und die Anerkennung von Abchasien und Süd-Ossetien durch Rußland ist nichts anderes als der Völkerrechtsbruch, der als Novum mit der Anerkennung des “Kosovo” durch den Westen begann und nun Schule machen wird. Wenn der Westen überall seine diffusen Machtansprueche durchsetzen möchte (lies: seine Öl-Pipelines in Sicherheit wiegen möchte), dann viel Spaß bei weiteren Kriegen in Dagestan, Inguschetien, Berg Karabach und Transnistrien (letzteres wäre dann ja endlich Krieg vor der Haustür der EU, und nicht irgendwo kurz vorm Aralsee). Aber Deutschlands Interessen werden ja inzwischen auch am Hindukusch verteidigt.
  • Überrascht vom Abspann der samstäglichen “ARD Sportschau” gewesen – die Platte steht hier ja auch im Schrank, aber hat jemand der Redakteure eigentlich den Text des Liedes verstanden, welches dort Bilder des 3. Spieltages untermalen durfte? “Skinny girl, dressed in black, leather boots, nazi hat”? Na, wenn die ARD das so meint… Der bierselige Durchschnittszuschauer wird das schon nicht mitbekommen haben, war ja in einer anderen Sprache gesungen.
  • Big Ideas (don’t get any). Die Abschlußarbeit des Kunststudenten James Houston. Song im Original von Radiohead. Den verwendeten Scanner habe ich auch einmal verwalten dürfen. Mit großem Dank an la_rayis für diesen Link in ihrem Blog.