Archive for the ‘music’ Category

Vermischtes.

Thursday, April 10th, 2008
  • HR-Recruiting-Emails sind unterhaltsam, wenn der Absender offenbar nicht herausgefunden hat, in welchem Feld der Umworbene denn überhaupt arbeitet. Dann entstehen solche Bauchpinselsätze wie “You seem to be playing a pretty significant part in your software project.” Nee. Das täuscht nur. Deshalb auch das “seem”, honey.
  • Das Suchen nach Songtitel mit Textfetzen im Internet funktioniert. Hatte irgendwann mal eine Kassette mit Aufnahmen von EinsLive um 1996, und nun bemerkt, daß besagter Unplugged-Künstler später die Band Erdmöbel gegründet hat, und die beiden von mir gesuchten Songs nochmal aufgenommen hat. CD liegt jetzt hier. Internet ist wirklich eine tolle Erfindung der Amerikaner. “New York New York” von Moby mit Debbie Harry hab ich auch so gefunden, zwei Jahre nachdem ich es auf einer Party gehört habe. Also, what is the next big music thingy? Lande ich noch mehr beim Pop?
  • GLS meint wir hätten hier kein Klingelschild. Das ist offenbar falsch. Ich hab auch extra nochmal geschaut: Keine Fraktur, kein Sütterlin, sondern Helvetica/Arial. Jungs, das muss besser werden. So könnt Ihr der Post doch nie Konkurrenz machen.
  • Scheint ja grad in Mode zu sein gegen China zu demonstrieren. Aber was war Tibet denn? Genau, ein Gottesstaat, gelenkt von religiösen Machthabern! Aber ist sowas denn nicht per se böse? Und wenn die Tibeter gegen die Überfremdung durch die hinzuziehenden Chinesen protestieren, erinnert das nicht an Töne vom Rande des Parteienspektrums, die in Deutschland doch sonst total politisch unkorrekt wären? Merkwürdig. (Wer Ironie entdeckt, darf sie behalten.)

die musiklage der letzten tage.

Monday, February 11th, 2008
  • Fad Gadget’s Collapsing New People. Zwei Fad Gadget-CDs besaß ich ja bereits, aber mir kam erst letztens die Idee, nach Videos zu schauen. YouTube ist toll, wenn man sich dort die Auftritte bei der ARD-Hitparadensendung “Formel Eins” nochmal anschauen kann (ich wollte schon immer den Begriff “Hitparade” verwenden). Ich kann mir jedes Buch der Welt in einer öffentlichen Bibliothek ausleihen, aber die Fernsehsendungen, für die man teilweise GEZ-Gebühren (korrekte Bezeichnung hier: “Rundfunkgebühren”, bevor die GEZ mich abmahnt) gezahlt hat, sind verschlossen in Archiven, oder (wenn ich mich an das Weihnachtskaffeetrinken mit der Familie richtig erinnere) man zahlt 800 EUR für einen 15-Sekunden-Schnipsel einer ZDF-Musiksendung aus den 80er Jahren, wenn man den rechtlich korrekten Weg gehen will. Urheberrechte waren geschichtlich nie mit physikalischen Eigentumsrechten gleichgesetzt; nun gehen wir dank dem Lobbyismus der Plattenfirmen und Filmstudios also diesen Weg, machen damit 95% der Kultur einer ganzen Generation unzugänglich und kriminalisieren die bevorzugten künstlerischen Ausdrucksweisen der Jugend, indem die Verwendung eines halbsekündigen Bildes in einem selbstfabrizierten YouTube-Click mit einer vierstelligen Abmahnungssumme belohnt wird. Verweise hierfür zu Lawrence Lessig’s “Free Culture”. Arme neue Welt.
  • Von Collapsing New People zu Collapsing New Buildings. “Alles wieder offen” von den Neubauten ist noch ruhiger als Vorgänger, aber ebenso lyrisch und wunderschön industriell instrumentiert. Geld absolut wert. Link zum Video.
  • Alicia Keys: Songs in A minor. Lag hier schon länger herum. Recht schöne Musik zum abends mit Wärmflasche für Klausuren lernen. :)
  • The Streets: Original Pirate Material. Hatte ich schon mal vor Jahren als dann verlorengegangene MP3s. Allein für den Satz “Geezers need excitement. If their lives don’t provide them this they incite violence. Common sense, simple common sense.”, der die gesamte Debatte über gescheiterte Integration und Jugendkriminalität kurz und präzise zusammenfasst, lohnt sich der Kauf. Eigentlich warte ich jetzt nur auf eine schnoddrige Zusammenarbeit zwischen The Streets und Lady Sovereign. :-)
  • Miss Kittin: Batbox. Schöner, direkter, halliger Elektro. Link zum Video.
  • MGMT: Time To Pretend. Läuft hier gerade ziemlich oft. Grandioser Text, unglaublich beschissenes Video. Gut dass ich das erst nach dem Hören gesehen habe.
  • Es macht mir große Sorgen, wenn Drittklässler in diese “Freunde”-Bücher (in denen jeder den vorgefertigten Fragebogen ausfüllen soll) unter Lieblingsmusik “Massiv” eintragen. Vorallem machen mir die Eltern Sorgen, die nicht mitbekommen, welche Musik ihr Kind hört.

2007.

Monday, January 21st, 2008
  • czech republic: found out a few things about myself (i should continue that in 2008), for example that i am able to share my room with somebody (i had expected me to look for a flat on my own after three weeks, but my roommate was just too friendly) and in general that i can get along in another country quite well. also spending time with people from all other the world is serious fun, with regard to both partying and discussing about cultural differences or even politics. and i’m quite sure there’s no better club than crossclub.
  • holidays: we had one of the best holiday trips ever by just taking a car and driving west.
  • soccer: i’m still a proud member of the teheran isotopes, a wonderful soccer team. thanks guys for lots of fun!
  • new year’s presents:
    (french:) je remercie #gnomefr pour me faire cadeau d’un t-shirt très chic (crevette, je t’aime!) est une disque compacte avec de la musique allemande (vuntz, je t’aime aussi et à partir de maintenant, nous pouvons l’accompagner ensemble et à haute voix).
    (english translation:) i’ve spent the last days on observing behdad to find out when he leaves for work. i broke into his apartment and stole his favourite yellow t-shirt and his mouse. behdad, i have really seen apartments in a much better state than yours (see the attached picture i took there). thanks so much to crevette for sending it to behdad so i could steal it there! ;-)
    behdadstshirt.jpg
    vuntz also seems to be busy sending presents. i surprisingly received some german music that he loves to sing while eating icecream, thank you too! seems i like #gnomefr more and more! and thanks nokia for a cute internet tablet to play with (it unfortunately does not work with the university wifi because of missing ttls-pap support).
  • gnome: again annual #1 bug closer, perhaps time to look out for new challenges. had a 2007 guadec talk (also something i should do more often). the nice thing about social communities is when you meet physically when travelling – thanks to pvanhoof, mcrha and matĕj for spending some time together when i was around!
  • music: (parental advisory: don’t click links if you may dislike contents.) mp3s: beside my old time favourite crystal, i think this was my heavy rotation for 2007: rihanna: umbrella, lupe fiasco: kick push, justin timberlake: my love, jan delay: klar, k.i.z.: pogen, vypsaná fixa: lunapark. live shows: ignite (probably concerts #20-#22), rise against, k.i.z. (laughed till my tears ran down my cheeks), f.r., freundeskreis. remember, music will be always there, even if everything else gets broken.

Brennt den Club ab!

Thursday, October 4th, 2007

Wenn im deutschen Hiphop momentan ein Hype existiert, dann sicherlich fuer K.I.Z, auch wenn die dumme Intro (die auch gerade auf meinen Tisch liegt, da die wundervolle M.I.A. auf dem Cover ist [offenbar stehe ich auf dreibuchstabige Abkürzungen mit Punkten]) es weiterhin schafft, diese geflissentlich zu ignorieren. Spiegel Online hat es in der Plattenkritik sehr treffend beschrieben (daher wundert es mich warum das darauffolgende Spiegel-Online-Interview platt wie immer war, hätte man wohl mal den Plattenkritik-Journalisten verwenden sollen anstatt einen weiteren Alice-Schwarzer-Verschnitt): “Zugleich harmlos und hinterhältig, trashig und extrem cool.” und “Der ganze Hardcore-Rap-Zirkus (…) führte genau in die Sackgasse, an deren Ende das K.I.Z.-Quartett wartet. Da stehen sie und geben feixend dem angeschlagenen Gangsta-Genre den Rest.”

Die Herrschaften haben sich nun zusammen mit Massimo und Taktless gestern für ein Konzert in meine Stadt begeben und ich muss sagen: Verdammt gute Party! Ein sehr gemischtes Publikum (alternative Piercing-Mädels und langhaarige Dimmu-Borgir-T-Shirt-Träger), ziemlich guter Sound (Bässe, die bis tief in den Bauch gehen) und viel zu lachen und einige Selbstironie (und letzteres macht viele Bands für mich erst sympathisch). Zudem vorne im Pit teilweise doch recht hartes Pogen (und Stagediven), was ja für die sonstige “Eine Hand in den Schritt, mit der anderen gestreckt in der Luft herumwippen und dabei albern aussehen”-Haltung recht ungewöhnlich ist.

Nach vielseitigen anderthalb Stunden, so ziemlich allen Hits und dem obligatorischen “Hölle” kann ich zudem berichten: Wenn die Crew Hunger hat, wird Staiger losgeschickt um Pizza und Hamburger zu holen! Bis nächstes Mal, und Dank an Anna für das Nahebringen dieser vielversprechenden Kapelle.

(PS: Deutschlandfunk überrascht mich immer wieder, zum Beispiel wenn Lupe Fiasco läuft. Danke dafür.)