Bericht zur KIF

Ein kurzer Nachtrag zur Pressemitteilung, die ich ungern so im Raum stehen lassen moechte. Zum einen gibt es genug Kritik am Grundgesetz selber und zum anderen sind ein paar Worte zur Dortmunder KIF nötig.

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Ein zusammenfassender Bericht zur KIF befindet sich im FSR Blog. Ich habe nicht das Gefuehl, dass dem noch mehr hinzuzufuegen ist. Der ist zwar nicht so schoen zu lesen, wie der vom letzten Mal, aber fuer Erst-KIFfels gut geeignet um einen Eindruck zu bekommen.

Zum organisiatorischen vor Ort: Die Dortmunder Orga war ziemlich unentspannt. Ueberhaupt scheint es in Dortmund einen Regel-Fanatismus zu geben: Beim Betreten eines Busses muss mensch zu jeder Zeit sein Ticket vorzeigen, der Busfahrer haelt auch mitten in der Nacht nicht ausnahmsweise mal an einer Zwischenhaltestelle an und im Schwimmbad muss mensch nicht nur beim Betreten, sondern auch beim Verlassen seine Zugangsberechtigungskarte vorzeigen. Das hat uns in unserer Demo-Vorbereitungs-Phase ziemlich behindert: Weil wir die Rechner nicht mal eben auf dem Tisch verschieben konnten, die Tackernadeln wohl ein extrem wertvolles Gut waren und es insgesamt irgendwie schlechtes Karma gab, haben wir viel von unserer Vorbereitungs-Zeit mit dem Finden von Alternativplaenen verbrannt. Besonders geaergert hat mich, dass die Orgas eine schriftliche (sic!) Bestaetigung der (muendlich angemeldeten) Demo haben wollten. Nur um sicherzugehen, dass das alles rechtens sei. Weil ich mit den Polizisten vor Ort, also in der Innenstadt, verabredet war, bot ich an, dass ja ein Orga mitkommen koenne, weil so ein Gespraech von Polzist zu Anmelder beweist ja wohl ziemlich gut, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Aber darauf wollte man sich aus unbekannten Gruenden nicht einlassen.

Demo in der Stadt

Ob die Grundrechtsdemo ueberhaupt so schlau war, ist eine interessante Frage. Zwar wird unser Grundgesetz viel gelobt und gepriesen, aber es gibt durchauch kritische Stimmen, die unser Grundgesetz aus verschiedenen Gruenden schlecht finden. Zur Geschichte unseres GGs gibt es bei Telepolis einen informativen Artikel. Zur spannenden Kritik schreibt das Magazin auch und ich finde, es gibt wirklich einige interessante Punkte. Ich koennte diese jetzt aufzaehlen und windige Akademiker machen das wohl auch so, aber ich glaube, dass die original Zitate die beste Quelle des Wissens sind :P

Trotz der Kritik finde ich, dass die Bewusstseinsschaffung gut und wichtig war. Unser Grundgesetz mag zwar nicht das Beste sein, aber ohne verbriefte Grundrechte moechte ich lieber nicht leben.

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