Archive for the ‘lang:de’ Category

“Schuelerbotendienst” auf Abzocktour in Hamburg

Saturday, March 19th, 2011

Gerade komm’ ich mit nem Kumpel aus der Innenstadt. Dort wurden wir von zwei jungen Menschen, die vielleicht gerade 20 waren, angesprochen, ob wir den “Schuelerbotendienst” kennen wuerden. Wir verneinten und es wurde uns erklaert, dass es sich um ein soziales Projekt handele, bei dem Hartz IV Kinder sich etwas dazu verdienen koennten, indem sie Zeitung austragen. Dazu muessten sie aber erst auf Zuverlassigkeit geprueft werden. Und dafuer braeuchten sie Freiwillige, die sich ein kostenloses Abo zuschicken lassen und die korrekte Lieferung bestaetigen wollen. Nach zwei Wochen (oder so) wuerde das Abo dann aufhoeren aber wenn man wollte, koenne man es verlaengern.

Es wirkte nicht direkt abwaegig. Und in der Tat war ich fast gewillt, mich darauf einzulassen. Aber auf der Strasse etwas unterschreiben wollte ich nicht. Ich wollte die zurueckrufen, sobald ich mich informiert habe. Aber der junge Mann konnte mir gar keine Nummer seines Schuelerbotendienstes geben. Sehr fishy. Also ging ich mit einem blanko Zettel nach Hause und studierte die Information. Die zu unterschreibende Botschaft hat weder den “Schuelerbotendienst” noch eine Kostenfreiheit erwaehnt. Im Gegenteil. Zwei Wochen lang solle man das Abo bekommen, aber ohne seine Bankdaten angeben zu muessen, lediglich auf Rechnung. Danach wuerde sich das Abo eben um ein Jahr (oder so) verlaengern.

Die Skepsis war also angebracht und die Masche mit dem sog. “Schuelerbotendienst” scheint auch nicht neu zu sein.

Die Abos, die die Betrueger an die Menschen bringen wollen, sind von dem VSR Verlag, der wohl schon laenger mit dubiosen Vertriebler zu kaempfen hat.

Also Augen auf und Sinne geschaerft bei einem komischen Verkaufsgespraech auf der Strasse. Sollte doch etwas unterschrieben worden sein, gleich die 14 Tage Widerspruchsfrist in Anspruch nehmen und etwaige Vertraege kuendigen.

Practicum Status Update Week 6

Friday, July 9th, 2010
  • So the plan is to modify a Linux driver to see results more easily (once the fuzzing part works). So I tried to get a working environment where I can boot my modified Linux kernel in. My problem being, that I don’t necessarily want to create initrds and somehow want the modules to be inside the guest machine. And I do want modules because I don’t want to boot after I’ve changed a tiny bit of the code. So I debootstrapped onto the filesystem on the host and tried to run Qemu with that directory as virtual FAT drive:
    sudo /opt/muelli/qemu/bin/qemu -monitor stdio -m 1G -kernel /opt/ubuntu/boot/vmlinuz-2.6.32-21-generic -initrd /opt/ubuntu/boot/initrd.img-2.6.32-21-generic -hda fat:ro:/opt/ubuntu/ -runas muelli
    But it fails because the directory is too big.
    I then debootstrapped into a fixed size container and for now I’m going with
    /opt/muelli/qemu/bin/qemu-system-x86_64 -m 1G -smp 1 -hda /opt/ubuntu.img -snapshot -kernel ~/git/linux-2.6/arch/x86_64/boot/bzImage -append ‘root=/dev/sda’
    But that doesn’t seem to work well, because the virtual machine just stops working. Attaching a debugger tells me that the qemu process basically stopped. Weird.
    I basically followed these instructions but in order to make Eclipse index my Linux Kernel, I had to start it with -vmargs -Xmx1024M.
    But debugging the kernel is a bit hard because something with the protocol is weird. The suggested fix doesn’t help.
  • QEmu wouldn’t install windows 7 x86_64, because of a “wrong CPU” type of error. Fortunately, the STOP codes are well documented. Trying to install it on x86 is not possible. I booted the ISO for two days without any success.
  • Found a good overview of USB classes per Windows Version. The USB classes themselves are not very well documented though. But in fairness, I haven’t read the 600+ pages spec yet.
  • Spent ages trying to make sscanf split a string on a colon. Jeez, it’s horrible. I even thought about doing a system("python -c 'mystring.split(':')'") or so… Ended up using strtok:
    if (((speedstr = strtok(copy, ":")) == NULL) || ((filterfilename = strtok(NULL, "\0")) == NULL)) {
    error_report();
    else {}
  • gdb attached to a process crashed from eclipse. GDB also likes to crash if the remote server went down.
    And listening to music with Rhythmbox is hard, too >.<
    QEmu crashes if given a wrong kernel image.
  • Found Patents related to fuzzing, but Zotero won’t import those to my library.
  • I had funny results with the filter: I replaced every “A” transmitted by a “B”. On the host, I created a file on a mass storage with 4KB “A”s. When “cat”ting the file from the guest, I saw “A”s. But copying the file in the guest resulted in the new file having all “B”s. I expected the “cat” showing all “B”s, too. And as far as I can see, the “A”s are actually replaced for the “cat”.

Digital Divide

Sunday, February 14th, 2010

Als Student kommt es hin und wieder vor, dass ich eine Hausarbeit schreiben muss. Da ich fest davon ueberzeugt, dass Uni, Wissenschaft und Wissen so frei wie moeglich sein sollten, und jedermensch auch noch durch Zahlung von Steuern potentiell das Studieren finanziert, denke ich, hat jedermensch das Recht mindestens zu sehen was ich so eigentlich den lieben langen Tag so mache.

Internet sei dank ist es heutzutage eher einfach, Dinge zu publizieren und Wissen fortzutragen. Deswegen gibt es hier nun eine Hausarbeit, die ich im letzten Semester in Gender Studies geschrieben habe.

Alien Toilet Sign

Alien Toilet Sign

Das Paper traegt den Namen “Weiblicher Zugang zu Technik und feministische Politiken” und das Abstract liesst sich wiefolgt:

Die Gründe, die zum Digital Divide, der digitalen Kluft, führen, sind vielfältig und Geschlecht ist einer davon.
Auch weibliche Gruppierungen haben das Ziel, den Anteil weiblicher Teilnehmer im Digitalen zu erhöhen.
Die Arbeit analysiert, wie dieses Ziel erreicht werden soll, warum das nicht gelingt und wie es eventuell doch erreicht werden kann.

Das PDF gibt es hier und ist als “Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland” fuer jedermensch lizensiert. Das heisst aber nicht, dass ich es auf Anfrage anders lizensieren kann.

Die Arbeit liesst sich an einigen Stellen etwas ruckelig, was der Entstehungsgeschichte geschuldet ist. Im Prinzip sind aus 2.5 Arbeiten eine geworden. Ich hoffe, es ist dennoch nicht so schlimm.

Sollte das PDF inhaltlich nicht so spannend sein, lohnt es sich doch auf die technischen Details zu achten. So weiss das PDF, wie dessen Inhalt lizensiert ist. Dazu benutzt es XMP streams, die in das PDF eingebetted wurden. Die sind mit dem Paket hyperxmp ueber LaTeX in das PDF gekommen. Offiziell wird noch xmpincl empfohlen, aber das ist wirklich fies zu benutzen, weil mensch den XMP stream selbst erstellen muss.

\usepackage{hyperxmp}         % To be have an XMP Data Stream f.e. to include the license
[...]
\hypersetup{
        pdftitle={Weiblicher Zugang zu Technik und feministische Politiken},
        pdfauthor={Tobias Mueller},
        [...]
        pdfcopyright={This work is licensed to the public under the Creative Commons Attribution-Non-Commercial-Share Alike 3.0 Germany License.},
        pdflicenseurl={http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/}
}

Mein Evince 2.29.1 (mit JHBuild gebaut) zeigt die Lizenzinformation froehlich an, Okular 0.9.2 nicht. Wie es sonst moeglich ist, in PDF eingebettete XMP Daten anzusehen, weiss ich nicht. Es waere fuer eine automatisierte Verarbeitung sicherlich interessant.

Vielen Dank and Chillum und Sourci, die mir beratend und patchend zur Seite standen und denen der Text wahrscheinlich zu den Ohren wieder herauskommt ;-)

Fuer eine inhaltliche Diskussion ist die Kommentarfunktion wohl eher schlecht geeignet aber in Ermangelung an Alternativen steht sie dazu zur Verfuegung. Ich mag die Loesung, die das Djangobook benutzt. Am Rand von jedem Absatz gibt es eine Kommentarfunktion die sehr gut funktioniert.

CfP Easterhegg 10 in Muenchen

Sunday, January 31st, 2010

Ein neues Jahr, eine neues Eaterhegg :-) Dieses Mal in Muenchen vom 2010-04-02 bis 2010-04-05.

Es folgt eine Kopierpaste des originalen CfP:

Was ist das Easterhegg?

Das Easterhegg ist das Oster- und Familientreffen des Chaos Computer Clubs und seiner Freunde. Im Jahr 2010 will der µCCC auf der Flucht vor langweiligen Familienfesten kreatives Asyl im familiaeren Kreise Gleichgesinnter bieten. So wird zum Fest nach Muenchen eingeladen, aber nicht nur das: Bei diesem Fest geht es aber auch darum, konkret an Dingen zu basteln und auch darum, immer ein paar Ecken weiterzudenken.

Erfahrungsgemaess werden in den Workshops sowohl sehr technische, als auch immer haeufiger gesellschaftspolitische Themen behandelt. Gefreut wird sich also ueber skurrile Softwarebastelleien, handgreifliche Loetorgien, Aufdeckung von Verschwoerungungen und spontane Realisierungen einer Utopie – oder auch nur Vorschlaege dazu.
Gern gesehen sind aber auch andere Themen, die bewegen und von denen Ihr denkt, dass sie fuer einige Teilnehmer anregend und spannend sind.

Wann und Wo?

Von Karfreitag 02.04.2010 bis Ostermontag 05.04.2010 im  EineWeltHaus  Muenchen Schwanthalerstr. 80 80336 Muenchen bei 48.156582,11.543541.

Einreichungen

Es wird darum gebeten, das Pentabarf zu nutzen: https://cccv.pentabarf.org/submission/EH2010/
Im Anschluss an die Veranstaltung moechten die Folien unter einer freien Lizenz veroeffentlicht werden. Als Richtwert wird fuer Vortraege ca. eine Stunde, fuer Workshops ca. drei Stunden vorgegeben. Alle Zeiten sind frei veraenderbar. Es gilt: Wuensche bitte bei der Einreichung angeben, um einen reibungslosen Ablauf zu gewaehrleisten.

Wir moechten wissen…

…worum es in deinem Workshop/Vortrag geht
…warum du dich mit dem Thema beschaeftigst
…wieso das Thema fuer unsere Besucher interessant ist
…wieviel Zeit Du fuer Deine Veranstaltung gerne haettest
…und was du sonst noch benoetigst (Beamer, Netz, Mobiliar)

Einsendeschluss ist der 21. Februar 2010

Ich glaube, ich werde etwas zu Krypto, Buffer Overflows und Mobile Security machen. Mal gucken :-)

Bundestagswahl 2009 – Rette deine Freiheit!

Wednesday, September 16th, 2009

Bald sind Bundestagswahlen und Blumentopf moechten dich mit einem Video zur Wahl motivieren:

Und zur Entscheidungsfindung empfehle ich Rette deine Freiheit, ein wirklich sehr gelungenes Video:

Aber Obacht: Die offensichtliche Empfehlung, die FDP zu waehlen, ist nicht vor dem Hintergrund einer schwarz-gelben Koalition nicht schlau, denn die FDP hat angekuendigt, nur gegen das Zensurgesetz vorzugehen, wenn sie nicht an der Regierung beteiligt sind. Aber auch sonst gaebe es mit der FDP nicht so viel zu lachen.

Eine andere Entscheidungshilfe kann die Uebersicht der Free Software Foundation Europe (FSFE) sein: Auf einer Wikiseite werden Positionen der Abgeordneten zu Freier Software gesammelt. Ein sehr interessantes Projekt.

Noch ein schoenes Video vom selben Macher ist Du bist Terrorist:

Wenn du den Film gut findest, dann vote fuer ihn im Bitfilmfestival Voting!

Wir haben die Kraft! Unser Land kann mehr!

PS: Sorry fuer das einbinden von YouTube, wenn du eine freie Alternative kennst, sag bescheid!

Datenspuren 2009 – Call for Participation

Tuesday, September 1st, 2009

Die Datenspuren in Dresden gehen wider erwarten in eine neue Runde! Es ist schoen zu sehen, dass sich ein neues Organisationsteam im C3D2 Umfeld geformt hat und die gemuetliche Konferenz ans Laufen bringt. Obwohl ich selber noch nie da war, soll es eine ueberschaubare Konferenz sein, die sich weniger um Technik, als um praktische Datenvermeidung und Risiken der glaesernen Gesellschaft dreht. “Hands off – Privacy on” lautet das diesjaehrige Motto: Finger weg von den Grundrechten; der eigenen Privatsphäre bewusst werden.

Datenspuren 2009 Flyer Front

Datenspuren 2009 Flyer Front

Wenn du also am 03.10.2009 und 04.10.2009 nichts vor hast, bist du herzlich eingeladen nach Dresden in die Scheune zu kommen! Der Eintritt ist frei.

Auch darfst du ueber das Pentabarf deinen Vortrag oder Workshop einreichen, die Schwerpunkte sollen dieses Jahr sein:

  • Datenspuren im täglichen Leben
  • Missbrauch von Daten
  • Rechtslage
  • Sicherheit und Prävention
  • Digital Resistance
  • Hacking
  • Technikfolgenabschätzung
  • Informationsfreiheit
  • Aufklärung und Diskurs
Datenspuren 2009 Flyer Back

Datenspuren 2009 Flyer Back

Freiheit statt Angst – 2009-09-12 in Berlin

Friday, August 28th, 2009

Hier der Trailer zur geplanten Großdemonstration unter dem Motto “Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“, die am 12.09.2009 in Berlin stattfindet. Hinweise zur Anfahrt gibt es im FoeBud Blog.

Die Forderungen der Bürgerrechtler sind:

1. Überwachung abbauen

  • Abschaffung der flächendeckenden Protokollierung der Kommunikation und unserer Standorte (Vorratsdatenspeicherung)
  • Abschaffung der flächendeckenden Erhebung biometrischer Daten sowie von RFID-Ausweisdokumenten
  • Schutz vor Bespitzelung am Arbeitsplatz durch ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz
  • Berücksichtigung des Datenschutzes für Bürger- und Arbeitnehmer/innen bereits in der Konzeptionsphase aller öffentlicher eGovernment-Projekte
  • Keine einheitliche Schülernummer (Berliner SchülerID)
  • Keine Weitergabe von Informationen über Menschen ohne triftigen Grund
  • Keine europaweite Vereinheitlichung staatlicher Informationssammlungen (Stockholmer Programm)
  • Keine systematische Überwachung des Zahlungsverkehrs oder sonstige Massendatenanalyse in der EU (Stockholmer Programm)
  • Kein Informationsaustausch mit den USA und anderen Staaten ohne wirksamen Grundrechtsschutz
  • Abbau von Videoüberwachung und Verbot des Einsatzes von Verhaltenserkennungssystemen
  • Keine pauschale Registrierung aller Flug- und Schiffsreisenden (PNR-Daten)
  • Keine geheime Durchsuchung von Privatcomputern, weder online noch offline
  • Keine Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte in der derzeit geplanten Form

2. Evaluierung der bestehenden Überwachungsbefugnisse

Wir fordern eine unabhängige Überprüfung aller bestehenden Überwachungsbefugnisse im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, Kosten, schädliche Nebenwirkungen und Alternativen.

3. Moratorium für neue Überwachungsbefugnisse

Nach der inneren Aufrüstung der letzten Jahre fordern wir einen sofortigen Stopp neuer Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet der inneren Sicherheit, wenn sie mit weiteren Grundrechtseingriffen verbunden sind.

4. Gewährleistung der Meinungsfreiheit und des freien Meinungs- und Informationsaustauschs über das Internet

  • Keine Beschränkung des Internetzugangs durch staatliche Stellen oder Internetanbieter (Sperrlisten)
  • Keine Sperrungen von Internetanschlüssen
  • Verbot der Installation von Filtern in die Infrastruktur des Internet.
  • Entfernung von Internet-Inhalten nur auf Anordnung unabhängiger und unparteiischer Richter.
  • Einführung eines uneingeschränkten Zitierrechts für Multimedia-Inhalte, das heute unverzichtbar für die öffentliche Debatte in Demokratien ist.
  • Schutz von Plattformen zur freien Meinungsäußerung im Internet (partizipatorische Websites, Foren, Kommentare in Blogs), die heute durch unzureichende Gesetze bedroht sind, welche Selbstzensur begünstigen (abschreckende Wirkung)

mrmcd0x8 – Call for Participation

Monday, July 6th, 2009

Die MetaRheinMain ChaosDays gehen in eine neue Runde *yay*! Ich werd’ wohl dieses Jahr nicht koennen, aber ich war ja nun auch schon oft genug dort ;-) Wenn du einen Vortrag oder einen Workshop einreichen willst, benutze bitte das Pentabarf. Ein Grund, etwas einzureichen (oder um einfach nur hinzugehen) ist das Pornophonique Konzert! Wirklich empfehlenswert.

c&p von der offiziellen Seite:

Der CCCMZ, C3F2M, CCC Mannheim, oqlt, der IT Stammtisch Darmstadt und CDA laden zu den achten MetaRheinMain ChaosDays ein.

Die MetaRheinMain Chaosdays 0×8 sind ein jährlich stattfindender Kongress, der dieses Jahr unter dem Motto “Zurueck zum Thema” mit den Themenschwerpunkten Journalismus, Gesellschaft und Technik vom c3f2m Frankfurt, CCCmz (Mainz/Wiesbaden), der Hochschulgruppe Chaos Darmstadt, dem AK Vorrat und weiteren regionalen Gruppen im Rhein-Main-Neckargebiet organisiert wird. Die MRMCDs finden dieses Jahr vom 04.09-06.09.2009 an der Technischen Universität Darmstadt statt. Drei Tage lang werden Vorträge, Diskussionen und ein Hackcenter geboten.

Die Vorträge und Workshops richten sich mit Themen sowohl an die breite Öffentlichkeit, als auch an spezialisierte Interessen. Auf diese Weise soll die wissenschaftliche Anbindung und der Bezug zum aktuellen öffentlichen Diskurs gewahrt werden. Folgende Schwerpunkte bilden das Rückgrat der Veranstaltung:

  • Journalismus
  • Gesellschaft
  • Technik

Darunter fallen z. B.: Wahlmaschinen, Überwachung, Kryptographie, IT-Sicherheit, Biometrie, Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz, Elektronische Gesundheitskarte, Auswirkung der Weiterentwicklung von Technik auf die Gesellschaft, Chaos Kultur, Projekt- und Selbstmanagement.

Bericht zur KIF

Friday, June 12th, 2009

Ein kurzer Nachtrag zur Pressemitteilung, die ich ungern so im Raum stehen lassen moechte. Zum einen gibt es genug Kritik am Grundgesetz selber und zum anderen sind ein paar Worte zur Dortmunder KIF nötig.

KIF37.0 Logo

Ein zusammenfassender Bericht zur KIF befindet sich im FSR Blog. Ich habe nicht das Gefuehl, dass dem noch mehr hinzuzufuegen ist. Der ist zwar nicht so schoen zu lesen, wie der vom letzten Mal, aber fuer Erst-KIFfels gut geeignet um einen Eindruck zu bekommen.

Zum organisiatorischen vor Ort: Die Dortmunder Orga war ziemlich unentspannt. Ueberhaupt scheint es in Dortmund einen Regel-Fanatismus zu geben: Beim Betreten eines Busses muss mensch zu jeder Zeit sein Ticket vorzeigen, der Busfahrer haelt auch mitten in der Nacht nicht ausnahmsweise mal an einer Zwischenhaltestelle an und im Schwimmbad muss mensch nicht nur beim Betreten, sondern auch beim Verlassen seine Zugangsberechtigungskarte vorzeigen. Das hat uns in unserer Demo-Vorbereitungs-Phase ziemlich behindert: Weil wir die Rechner nicht mal eben auf dem Tisch verschieben konnten, die Tackernadeln wohl ein extrem wertvolles Gut waren und es insgesamt irgendwie schlechtes Karma gab, haben wir viel von unserer Vorbereitungs-Zeit mit dem Finden von Alternativplaenen verbrannt. Besonders geaergert hat mich, dass die Orgas eine schriftliche (sic!) Bestaetigung der (muendlich angemeldeten) Demo haben wollten. Nur um sicherzugehen, dass das alles rechtens sei. Weil ich mit den Polizisten vor Ort, also in der Innenstadt, verabredet war, bot ich an, dass ja ein Orga mitkommen koenne, weil so ein Gespraech von Polzist zu Anmelder beweist ja wohl ziemlich gut, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Aber darauf wollte man sich aus unbekannten Gruenden nicht einlassen.

Demo in der Stadt

Ob die Grundrechtsdemo ueberhaupt so schlau war, ist eine interessante Frage. Zwar wird unser Grundgesetz viel gelobt und gepriesen, aber es gibt durchauch kritische Stimmen, die unser Grundgesetz aus verschiedenen Gruenden schlecht finden. Zur Geschichte unseres GGs gibt es bei Telepolis einen informativen Artikel. Zur spannenden Kritik schreibt das Magazin auch und ich finde, es gibt wirklich einige interessante Punkte. Ich koennte diese jetzt aufzaehlen und windige Akademiker machen das wohl auch so, aber ich glaube, dass die original Zitate die beste Quelle des Wissens sind :P

Trotz der Kritik finde ich, dass die Bewusstseinsschaffung gut und wichtig war. Unser Grundgesetz mag zwar nicht das Beste sein, aber ohne verbriefte Grundrechte moechte ich lieber nicht leben.

KIF 37.0 Demostriert für den Erhalt der Grundrechte

Wednesday, June 10th, 2009

Informatikstudierende demonstrieren

Am Samstag, dem 23.05.2009, wurde das Grundgesetz 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass fand sich auch in Dortmund vor der Reinoldikirche eine Gruppe kritischer Studentenvertreter zusammen und demonstrierte für den Erhalt der Grundrechte. Insbesondere die aktuellen Vorstöße zur Zensur des Internets bereiten den Teilnehmern der 37,0. Konferenz der Informatikfachschaften (KIF) große Sorge.

Handeln statt Wegsehen, Loeschen statt Sperren

Handeln statt Wegsehen, Loeschen statt Sperren

Abbau der Grundrechte

Der Vorstoß zum Aufbau einer umfassenden Kontrollinfrastruktur zur Beschränkung des Zugangs zu Webseiten sei aufgrund der Verbesserung des Kinderschutzes gerechtfertigt, so das Familienministerium. Dies würde erstmalig eine Sperrung von unliebsamen Internetinhalten in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens ermöglichen. Ebenso werden Grundrechte unter Anderem durch die Vorratsdatenspeicherung und das BKA-Gesetz eingeschränkt. Betrachtet man diese Entwicklungen in ihrer Gesamtheit, so ist ein fortschreitender Abbau der verfassungsrechtlich garantierten Grundrechte festzustellen.

Grundgesetzlesung

Aufgrund dieser Entwicklungen und anlässlich des 60. Geburtstags des Grundgesetzes fühlte sich eine Gruppe engagierter studentischer Bürgerrechtler dazu verpflichtet, auf diese Probleme hinzuweisen. Dazu versammelten sie sich vor der Reinoldikirche, um mit Grundgesetzlesungen und Transparenten auf die gefährdeten Artikel der Verfassung aufmerksam zu machen. Besondere Beachtung fand hierbei Artikel 5 des Grundgesetzes, welcher durch die aktuellen Pläne zur Blockierung des Internets gefährdet sei.

Dialog mit den Bürgern

“Wichtig war uns, im Dialog mit den Bürgern herauszuarbeiten, dass die Bekämpfung von Kinderpornografie auch schon jetzt ohne die Einschränkung der Grundrechte möglich wäre”, so Tobias Müller, Informatikstudent und Anmelder der Versammlung.

Zensur droht

Hinzufügend merkt eine weitere kritische Studentin an: “Von der Leyens Idee einer durch das BKA  aufgestellten Sperrliste könnte auch Webseitenbetreffen, die keine Kinderpornografie beinhalten. Es gibt  eine Möglichkeit einer öffentlichen Kontrolle. Wir sehen daher die Gefahr einer nach Artikel 5 ‘nicht stattfindenden’ Zensur.”

Demonstranten in der Innenstadt

Über die Konferenz der Informatikfachschaften (KIF): Die Konferenz der Informatikfachschaften (KIF) ist die halbjährlich stattfindende Bundesfachschaftentagung Informatik. Die 37,0. KIF findet vom 20.-24.
Mai 2009 an der TU Dortmund statt.