Archive for April, 2007

Marx, Stadt, Alkohol.

Saturday, April 28th, 2007
  • Mit Klaus im Cross-Club ueber Migration, Politik, die Welt im Besonderen und Allgemeinen diskutiert. Meinungsverschiedenheit: Wenn Karl Marx in unserer Zeit auf die Welt schauen wuerde, waere er zufriedener oder noch ungluecklicher? “Es geht den Arbeitern ja jetzt besser” vs. “Der Arbeiter hat sich mit seiner Lage abgefunden und kaempft nicht mehr selbst fuer seine Bildung”?
  • Auf der Suche nach Geschäften, die meinen Computer reparieren, bin ich ein wenig herumgekommen und habe nette Gegenden gesehen, aber auch durchgehend Geschäfte, die bereits geschlossen waren oder nicht mehr existierten. Und warum will hier keiner samstags arbeiten? Grummel…
  • Ich bin teilweise dazu übergegangen, die Frage, warum ich denn keinen Alkohol trinke damit zu beantworten, dass ich Moslem sei. Der Nebeneffekt davon ist, daß jegliche echte Muslime am Tisch (die gerade noch seelenruhig an ihrem Bier nippten) schlucken und ein schlechtes Gewissen bekommen. Immer ganz lustig anzuschauen.

Tschechischer Abend.

Wednesday, April 25th, 2007
  • Gestern hat František seinen heutigen Geburtstag gefeiert. Während es ja in Deutschland üblich ist, die Feier am selben Tage oder später stattfinden zu lassen, aus Angst, man könne ansonsten vom Pech verfolgt werden, scheint das hier keinerlei Problem darzustellen. Neben einer reichhaltigen Auswahl an Schnittchen, teutschem Kartoffelsalat und Bier hat es sehr viel Spaß gemacht, einen Abend in tschechischer Sprache zu verbringen, vorallem das “Activity”-Spielen war dann sehr interessant (immerhin: zweiter Platz). Und da František die musikalische Gestaltung recht minimalistisch mit einem 32 Stücke umfassenden Repertoire von Soundtracks einiger Louis de Funès-Filme übernommen hatte, bin ich mir nun recht sicher, daß sowohl Stefan Raabs Trailer-Einspielmusik in “TV Total” als auch das Sample von Flers “Nach eigenen Regeln” hierher stammen.
  • Wieviel Geld bekommt man zusammen, und wieviele Leute bleiben überhaupt stehen, wenn man einen der weltbesten Musiker eine Stunde lang in Washington in einer U-Bahn-Station musizieren läßt?
  • Anfang Mai steigt gegenüber das Majáles-Festival mit einigen bekannten aber eher uninteressanten sowie vielen sicherlich sehenswerten unbekannten Bands. Dann hoff ich mal, daß das Wetter so gut bleibt. Und Freitag spielt Panacea hier um die Ecke.
  • Festplatte und Fotoapparat kaputt. Passiert.
  • Wenn Schräuble so weitermacht, wandere ich wirklich aus.
    Es ist diesmal nicht das schlechte Bildungssystem, der Fachkräftemangel, oder mal wieder das Gefühl, daß nichts passiert in Deutschland. Es ist eher inzwischen die reifende Erkenntnis, daß ich zumindest in einer Position, nämlich der des Bundesministers des Inneren, in den letzten 12 Jahren von geldgeilen & unintegren sowie von geldgeilen & unintegren, aber auch mal von nur unintegren, dafür aber gefährlich ahnungslosen Personen regiert wurde und werde, die auf Gesetze und Verfassung scheißen.

    Denk ich an Deutschland in der Nacht… Ratten bleiben Ratten.

travelling, music.

Thursday, April 19th, 2007

after having been to munich for one day to steal some of murray’s time and to visit another friend there, i’m now looking forward to spending the weekend at leipzig and berlin to attend three IGNITE concerts, the band that (together with motorpsycho) has led me through the last ten years (IGNITE is that special kind of band that provides me with energy and positive values even weeks after having visited their concerts).
and on monday, rise against and the bronx have a gig here at prague.

a few nice days full of music may come, i’m prepared…

Anhaltende Terrordrohungen in Deutschland.

Thursday, April 19th, 2007

“Mit der Menschenwürde wäre es nicht zu vereinbaren, wenn der Staat das Recht für sich in Anspruch nehmen könnte, den Menschen zwangsweise in seiner ganzen Persönlichkeit zu registrieren und zu katalogisieren, sei es auch in der Anonymität einer statistischen Erhebung, und ihn damit wie eine Sache zu behandeln, die einer Bestandsaufnahme in jeder Beziehung zugänglich ist.” – Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 27, 1)

Also wenn wieder Fingerabdrücke in meinen Personalausweis sollen (wie bereits von 1933 bis 1945), wenn die Mautstellen auf den Autobahnen dann doch alle Kennzeichen speichern und gekoppelt mit öffentlichen Kameras ein Bewegungsprofil von mir erstellen, wenn die Polizei zentralisiert auf mein Passbild zugreifen darf und das ganze am besten gekoppelt mit den Gesundheitsdaten auf der neuen eCard ist (und es ja niemals korrupte Beamte gibt, die solche Informationen weiterverkaufen würden), wenn ein Bundestrojaner auf meinem System unbedingt sämtliche Dateien an ermittelnde Behörden verschicken will, da ja meine gesamte Festplatte verdächtig ist und Terroristen sicherlich alle ihre geheimen Pläne unverschlüsselt abspeichern, dann wundere ich mich, ob das ganze für Herrn Schäuble nicht einfacher wäre, wenn er mir gleich per Gesetz einige Kameras in die Wohnung und ins Autos hängen würde. Schließlich ist doch jeder Bürger ein potentieller Feind des deutschen Staates?

“Sogar wenn er allein ist, kann er nie sicher sein, ob er wirklich allein ist. Wo er auch sein mag, ob er schläft oder wacht, arbeitet oder ausruht, in seinem Bad oder Bett liegt, kann er ohne Warnung und ohne zu wissen, daß er beobachtet wird, beobachtet werden… Seine Freundschaften, seine Zerstreuungen, sein Benehmen gegen seine Frau und seine Kinder,…alles wird einer peinlich genauen Prüfung unterzogen.” – George Orwell

Ich hoffe (da mein Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht recht groß ist), daß dieser Mann mit seinem Versuchen, Art. 79 Abs. 3 GG zu ignorieren, auf rechtlichem Wege gestoppt wird. Falls nicht, so ist mir als letztes Mittel gemäß Art. 20 Abs. 4 GG Gewalt erlaubt. Je kleiner die Schritte sind, desto weniger fallen sie dem betroffenen Volk auf. Manchmal wünschte ich, das deutsche Volk wäre ein kleines bißchen weniger obrigkeitshörig und ein bißchen mehr der Souverän, der seine Volksvertreter streng überwachen sollte, und nicht andersherum.

dear lazyweb,

Saturday, April 14th, 2007

i had removed the 40gb toshiba harddisk from my ibm thinkpad t41. after putting it back again, it does not get recognized anymore by the bios (“hdd0″ remains empty, cdrom and lan of course get recognized) and it sounds like the harddisk remains totally quiet. (i think one cannot really do something wrong when putting a harddisk back into a laptop, right? i did not shake my harddisk or tried to use it as a musical instrument, i swear! ;-)
it seems like there are no hdd settings that i could check or change in the bios, also resetting to the default bios settings does not change anything. anybody having an idea or having faced something similar?
i also wonder if the following workaround would be possible: i have an 80gb external samsung usb harddisk (read: laptop harddisk with a controller in a case, and the usb cable), would it be safe to put my current, non-working harddisk at that controller and to boot from usb then, or could i damage even more here?
/me prepares to say hello to some repair services, and to be far away from any workflow for a number of days…

Verschiedenes.

Wednesday, April 11th, 2007
  • Ostern war ich kurz auf Heimatbesuch und es war sehr schön, mal wieder Steffi, Eltern, und Freunde zu sehen. Und Osterräder.
  • Prag.
    • Prag ist dreckig. Es gibt zwar Straßenreinigung, aber interessanterweise nie dort, wo ich gerade auf die Straßenbahn warte und dann zufällig 4 Polizeiwagen und ein Krankenwagen mit 120 Sachen die Abkürzung über die Schienen nehmen. Wehen wir den Staub der Straßen / allen Kranken in die Nasen / scheuchen wir der Kranken Brut?
    • Auf Toiletten immer am Eingang prüfen, ob Klopapier ausliegt. Die Zentralisierung der Ausgabe ermöglicht es, sich sowohl die Hände damit zu trocknen als auch einige Geschäfte auf Toilette zu erledigen, und sich bereits vor dem Besuch der hiesigen Örtlichkeit Gedanken über die Anzahl der benötigten Blätter zu machen. Auf der Toilette selbst gibt es dann natürlich kein Papier und auch keine Halterung dafür, warum auch. Zu spät bemerkt? Schlecht.
    • Einige Toiletten lassen sich nicht abschließen. Angelehnte Tür bedeutet: frei. Geschlossene (nicht: verschlossene) Tür bedeutet: besetzt. Man trifft also immer mal wieder verärgerte Menschen, die einem buchstäblich die Tür vor der Nase wieder schließen. Vorteil für Clubs: Man kann die Betrunkenen leichter wieder aus den Klos herausziehen.
  • Mein liebster diesjähriger Aprilscherz war ja bisher von der Tagesschau. Nachdem ich mich nun allerdings über Alanis Morissettes Coverversion von “My Humps” im Stile einer frühen Tori Amos kringelig gelacht habe, wird mir ein mal mehr die Lächerlichkeit so einiger Musik-Videos und Songtexte bewusst. Danke dafür (die Pointe ist allerdings treffsicherer, wenn das Originalvideo bekannt ist).
  • Uni? Heute (Mittwoch) Business Plan eingereicht per E-Mail, morgen Präsentation vorbereiten, Freitag Präsentation halten. Dienstag in München Interview führen, Freitag Interview abgeben. Montag Präsentation über die Heimatuniversität halten, Dienstag Klausur und Vortrag in Tschechisch. Den Rest lasse ich dann erstmal unter den Tisch fallen.

My country (in approx. 150 words)

Tuesday, April 3rd, 2007

Jmenuju se André a jsem Nemec, ale žiju v České republice teď. Jsem z Brunšvik, je východně od Hannover. Německo leží uprostřed Evropy, a má devět sousedy. Na severu, je Dánsko, a dvě moře: Severní moře a baltské moře. Na jihu, jsou Švýcarsko a Rakousko. Na východě, jsou Polsko a Česka republika. A na západě, jsou Nizozemí, Belgie, Lucembursko a Francie.
Dalši velká města jsou Hamburg (na severu), Berlín (na východě), Mnichov (na jihu) a Kolín (na západě).
Na jihu jsou hory. Známé hory jsou Zugspitze (na jihu) a Brocken (uprostřed). Zugspitze je nejvyšší hora v Německe, měří dva tisíce devět set šedesát dve metrů.
Německo jsou šestnáct země, šest jsou na výchoě a deset jsou na západě.
Německá národní řeky jsou Rýn, Labe a Dunaj.
Hlavni město je Berlín. Má více než tři miliny obyvatel. Celé Německo má osmdesát dvě millionů obyvatel. Vsíchni mluví německy, ale existují turecký, ruský, sorbcký a dánský.
Brunšvik není krásné město a cigarety jsou drahý.

YEAH! :-)

Security came and said "I’m sorry there’s no skating here".

Sunday, April 1st, 2007

Endlich mal eine Seite mit Český (und auch Slovenský) Hip Hop vorgefunden, natürlich zufällig (klassisches MySpace-Browsen?), denn wenn man danach sucht ist man ja nie erfolgreich. Ich wette, daß die große Mehrheit dieser MP3-Downloads illegal sein wird – was soll’s.
Ansonsten: Die Präsentation meiner Heimat-Uni zusammengebaut, da wir am 23./24. April unsere Unis präsentieren müssen; zudem unseren Business Plan korrigiert, Materialien und Informationen für das Essay in e-Business gesucht, und die Frage an mich selbst gerichtet, wo ich mir einen Unternehmensgründer zum Interview herhole.
Klingt richtig nach Arbeit, wenn ich das so lese. ;-)