Archive for the ‘non-technical’ Category

Naoko

Wednesday, May 18th, 2011

In case Miguel makes it popular to take the name of a previous company and change the order of the letters a bit to find a name for a new company, this is my proposal for Nokia (as I pass that shop quite often at night when going home and have to smile everytime):

Naoko

2010: Music.

Wednesday, January 5th, 2011

Same procedure as every year: My private soundtrack for 2010, in alphabetic order. (And the same usual disclaimer: Explicit lyrics and/or video content – it’s about the music.)

Phoenix: 1901 (Blogotheque version) / M.I.A.: Born free / Robyn: Dancing on my own / My Heart Belongs To Cecilia Winter: Eighteen / Die Antwoord: Enter the Ninja / Unkle feat. Sleepy Sun: Follow Me Down / Metric: Gimme Sympathy / Martin Solveig feat. Dragonette: Hello / The Roots: How I Got Over / Sophie Hunger: My Personal Religion / FM Belfast: Par avion / Kanye West: Runaway / Lady Gaga feat. Beyonce: Telephone / How To Destroy Angels: The Space in Between / School of Seven Bells: Windstorm

24.10.2010

Monday, October 25th, 2010

Schlingensiefs Fünfzigsten angemessen verbracht.

One day you will lose it all

Unser Ziel ist der Tod

Keine Rotweinscheiße.

Opfer!

Monday, October 4th, 2010

Vor einigen Tagen beim Schlendern durch Vršovice wurde ich erheblich verwirrt durch eine Hauswandschmiererei als Kombination deutscher Sprache, aktuell formulierter jugendlicher Missfallensäusserung und einer Schreibschrift, die seit Jahrzehnten nicht mehr gelehrt wird und für die bereits meine werte Mutter zu ihrer Mutter gehen musste um sich den Text vorlesen zu lassen, den ich ihr auf einer Postkarte geschrieben hatte.

Opfer.

Aber irgendwie lieb ich das.

Music.

Thursday, September 9th, 2010

Probably everybody who is interested in music has this list of bands in mind that s/he could never see in concert because they had split up too early.
In my case these have been Refused and Atari Teenage Riot.
After a hiatus of ten years the latter exist again (with a slightly different lineup as Carl has died and as Hanin can’t scream that much anymore).
Bought the ticket today and I’m pretty excited to finally see them live this weekend, after all those years, with some new material.

Rain.

Friday, August 27th, 2010

It was raining outside, and suddenly also inside. That’s nothing new – normally I can blame my windows for that.

But this time the reason was platform-independent:
It’s one of the (unused) network cables.

Network cable, not as dry as expected

“Scheitern als Chance.”

Thursday, August 26th, 2010

Oder in abgewandelter Form:

Fail. We can believe in.

Rest in Peace, Christoph Schlingensief.

Ich bin dankbar für all die Einflüße.

Die Systemfrage und die Gerechtigkeit.

Wednesday, August 18th, 2010

Nach Lektüre von Texten wie “Mein Jahr in der Linkspartei” und “Der Sozialismus ist gar nicht so übel” in der FAZ (der Artikel ist nicht mehr online verfügbar, aber das Teilfazit) tauchen manchmal Ideale, die Realität da draußen, und die Annäherung beider aneinander auf. Dieser Text verblieb lang, wirr, ohne Folgerungen, selbst nach mehreren Bearbeitungen mit einigen Monaten Zeit dazwischen.

Praha, Nové Město

Es geht mir gut.
Aber wenn Tanja als Erzieherin in Deutschland die Hälfte meines Gehalts bekommt leistet sie wahrscheinlich mehr als ich für die Gesellschaft. Meine Werteste fügt bei dieser Überlegung die reine Marktwirtschaft als Verteidigung an – es gibt wenige Menschen, die meinen Job machen können oder wollen. Ich betrachte mich als Wissensarbeiter im Sinne von Peter Drucker.

Mir geht ein “Ich verdiene ganz gut” nicht einfach über die Lippen. Bei Freunden ist das okay, mit einem leichten Lächeln dazu. Bei (in einigen Kulturen als unverschämt betrachteten) Nachfragen nach Genauerem antworte ich mit “Klar, wenn Du Dir sicher bist, daß sich dadurch nicht unser Verhältnis und Deine Sichtweise ändern”. Das fühlt sich manchmal merkwürdig an, wenn Bekannte politisch eher links stehen.

Gerechtigkeit.

Als ich 15 war, war ich grün. Einmal im Monat ging es zum Treffen des “Grünalternativen Jugendbündnisses”. Die Ideale mitsamt ihren Gegnern waren einfach, wohl ähnlich den Zeiten als Teile der westlichen Atmosphäre den Feind einfach systematisch im Osten verorten konnten. Und dann saß ich an einem Mittwoch abend im Auto und hörte, daß Deutschlands rot-grüne (und daher wohl eher linke?) Bundesregierung damit begonnen hatte Jugoslawien zu bombardieren. Da wurde ich dann auf einmal linker als ich wollte, denn es gab nur die PDS im Parlament, die gegen diesen Krieg gestimmt hatte. Da ich nachtragend bin, habe ich viele Jahre gebraucht, um die Grünen wieder als teilweise wählbar zu akzeptieren.

Links zu sein ist immer noch hip in der alternativen deutschen Jugendkultur (und rechts klingt nach Nazi und damit automatisch böse, auch wenn deutscher Hiphop in den letzten Jahren außerhalb besagter Jugendkultur eine gewisse Verschiebung eingeleitet hat). In Tschechien ist es eher hip, rechts zu sein, nach 40 gestohlenen Jahren durch die Kommunisten. Das richtet sich nicht zwangsläufig gegen Ausländer oder Minderheiten. In Deutschland ist man überrascht, wenn ich anmerke, daß die tschechische Partei der Grünen nicht links steht wie in Deutschland. So schön die linke Idee ist (Sozialismus, nicht Anarchie), sie endete in den letzten 150 Jahren immer in authoritären Diktaturen. Sozialismus im Kleinen (wie in einer Wohngemeinschaft) könnte funktionieren, wenn man Regeln, Geld und Eifersucht geklärt hat. Geschichtsverklärung ist populär. Die Deutschen besitzen sogar einen Begriff dafür, Ostalgie. In Tschechien gibt es keinen Begriff für die ewig gestrigen (und damit konservativen) Wähler der Kommunistischen Partei, welche im Gegensatz zur ostdeutschen Linken bisher keinerlei Ansätze von Geschichtsaufarbeitung und Reformismus gezeigt hat. Ihre Wähler haben wohl oftmals profitiert in dieser Zeit. Diese Menschen sterben langsam aus.

Eher linksorientierte Menschen sind fast immer an Gerechtigkeit interessiert. Ich schätze diesen edlen Idealismus sehr, hinterfrage dann gerne den Konflikt zwischen Solidarität in der Gesellschaft und dem zunehmendem westlichen hedonistischen Invidualismus.
Meint “Soziale Gerechtigkeit” nun Verteilungsgerechtigkeit (denen, die mehr verdienen etwas wegnehmen und denen, die weniger verdienen dies dann geben, auch wenn erstere manchmal mehr Leistung bringen, sei dies nun persönlich gewollt oder nicht) oder “nur” Chancengerechtigkeit (denen, die aus einem ärmeren Elternhaus kommen die gleichen Bildungschancen gewähren)? Und was ist genau diese “Umverteilung”, nachdem die “soziale Gerechtigkeit” in den letzten zehn Jahren von wohl allen größeren deutschen Parteien beansprucht wurde?

Ich weiß, daß ich das deutsche Grundgesetz mag. Ich mag keine Bestrebungen, die meine Rechte aufgrund eines “abstrakten Gefährdungspotentials” einschränken, und es beunruhigt mich daß getroffene Maßnahmen nicht nach einiger Zeit auf ihre Effektivität überprüft werden. Ich klage, wenn nötig, um diese Freiheit zu verteidigen, denn ich sehe dies als staatsbürgerliche Pflicht an. Ist das nun liberal, oder doch eher republikanisch? Und wenn ich mir nicht sicher bin, dann bin ich konservativ, dann bleibe ich bei dem, was ich habe und sich bewährt hat.
Meine Werteste ist überrascht, daß ich Katholik bin. Religion sei doch etwas für schwache Menschen?
Ich betrachte mich selbst als konservativ und liberal. Freunde und Arbeitskollegen widersprechen. Interessant und sehr hilfreich war der Selbsttest von The Political Compass, welcher neben den Kategorien “Left” und “Right” zusätzlich “Authoritarian” und “Libertarian” aufführt. Seither verstehe ich mich besser mit mir.

Deutschland hat die soziale Marktwirtschaft und einen progressiven Steuersatz. Wer mehr verdient, zahlt auch mehr. Tschechien hat die reine Marktwirtschaft (da sich Vaclav Klaus in den Neunzigern gegen Vaclav Havel durchgesetzt hat) und eine Flattax mit geringem Freibetrag. Jeder zahlt hier also einen gleich hohen Prozentsatz an Steuern. Aber was ist nun gerechter?

In beiden Ländern durchsuchen Menschen die Mülleimer und sammeln Pfandflaschen im Park, aber in Tschechien sind diese Menschen sehr oft über 60 Jahre alt. In beiden Ländern gibt es menschenverachtende Beschäftigungen – ich erinnere mich in Braunschweig an eine Person in der Fußgängerzone, deren einzige Beschäftigung es war, ein Schild hochzuhalten, auf welchem ein Restaurant 50 Meter weiter beworben wurde. daß ich allein deshalb nicht betreten würde. In Tschechien passiere ich am Museum eine sicherlich über 70 Jahre alte Dame, welche Rosen aus einer Plastiktüte verkauft. Sicher nicht weil es ihr Spaß macht, sondern vielleicht eher weil ihre Rente zu gering ist (die Dame ist allerdings bekannter, wurde mir gesagt). Das fühlt sich ungerecht an, und ich gebe ihr sehr viel lieber etwas Geld als einem Junkie am Bahnhof (weil ich annehme, daß sie es gemäß meinen Ansprüchen “sinnvoller” nutzt), aber das ändert langfristig nichts.

Wie geht nun das langfristige Ändern im Kleinen, wie geht das im Großen? Sozialismus, oder Demokratie und Marktwirtschaft? Mischformen? Welches Steuersystem?

Sinnloses Raten, aber was wäre aus dem “Dritten Weg” geworden, den Dubček im Prager Frühling einschlagen wollte? Und wenn in meinen Softwareprojekten Meritokratie ziemlich gut funktioniert (trotz des menschlichen egoistischen Machtwillens und des im klassischen Smith‘schen Sinne für die Gesellschaft positiven Wohlstandwillens durch Spezialisierung), warum könnte das nicht auch eine mögliche Lösung für eine zukünftige Staatsform darstellen? Oder skaliert das nicht mehr ab einigen tausend Menschen und bleibt in der Subsidiarität stecken, wie auch der Sozialismus in der WG?
Gibt es eigentlich existierende Staaten, die eine Meritokratie als Gesellschaftsform haben?

Fragen.

Nevolte Levici! Přemluv dědu a bábu.

Monday, May 3rd, 2010

Propagace

Ale kde jsou KDU-ČSL, KSČM, SZ a VV?
Pojď! Mám křížovky ráda!

The life of others

Monday, March 29th, 2010

Besides the usual paperwork there wasn’t much to do when my grandmother passed away one year ago. She only had a few belongings in her flat in the house of my family and they were quick to sort out. She was a clear family leader with quite some principles. While I agree with some of them, others were unintentionally funny to me. For example she once went for a walk in this small town where everybody knows each other and passed a person she knew without saying “Good afternoon” or at least nodding. So her daughter asked her “Why didn’t you greet her? You know her”. My grandmother answered “She is two years younger than me! She has to greet me first!”. Both ladies were in their late 80es already.
Same with using a walking stick. Unimaginable. It would have been a sign of weakness towards anybody who would have seen her.

My other grandmother was quite the opposite. No strict rules especially in the late years, at least from my limited grandson’s view. Probably the nightmare of parents when it comes to television and sweets consumption of their child, but great as I could stay up late and spend hours of watching MTV Europe back in those days when they were still playing music clips and speaking British English only. Neither my grandmother nor me understood a single word, but it was cool.

Until a few years ago she still rode the bike to get to the supermarket. At the beginning of this year we had to realize that everything comes to end though. The funeral took place one week ago.

This grandmother never threw away anything. Though her flat in our house wasn’t that big, we found lots of stuff. Lots. Imagine you buy everything twice because the first one could break, or that you always have lots of food in the storage room because you have seen two world wars, the huge inflation of 1923 and four currencies in your life. She knew well what “bad times” can really mean.

Though I’m sad (I have lost the person that I always went for dinner to whenever I was home, every evening) it was also kind of fun to go through clothes from the 60es that are trendy again nowadays. It was interesting to find old stuff like handwritten cookbooks written in Sütterlin or some personal documents from a long time ago. You really dive into the life of another person.

Still, going through all this felt weird as I care about privacy but went through all the belongings of another person. On the other hand there’s no other option anyway – You cannot simply put the complete flat into a big bag and throw it away.

I am very proud that both my grandmothers passed away at home, in the environment that they had lived in for decades, in their beds, while sleeping, most likely without pain, and that my family took care of them in the last months, sometimes to an extend that is hard to imagine (like getting up 13 times per night). I wonder if I can also be that strong and caring once my parents might need some help in the future, nor do I know if I will live nearby. Our time makes it way easier to leave the village that you grew up in and offers you more opportunities, but for example this also destroys the traditional family advantages like grandparents taking care of their grandchildren from time to time so the parents have some time for themselves.

My sincere and deepest respect to those who care about family.

“Compassion, loving, brotherhood, loyalty /
This is friendship and all its meaning is worth to me /
Patience, kindness, intensity, all about /
Never turn your back on your friends and family.”

(Ignite: “Call on my brothers”)