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Nachdem die deutsche Bundesregierung eine Internetzensur eingefuehrt hat (und damit habe ich grosse Probleme), die sich auch von technisch unversierten Computerbenutzern innerhalb von einer halben Minute einfach umgehen laesst, werde ich wohl bei der Piratenpartei landen (von der FDP fuehle ich mich auch nicht so recht praesentiert, und die Grünen haben beim letzten Parteitag ein solch sozialistisches Programm beschlossen dass diese ebenfalls keine Option darstellen). Die Kriminalisierung der Jugendkultur (Paintball-Verbot, “Killerspiele”) sowie die Grundrechtseingriffe (Online-Durchsuchung, Bundestrojaner) sind weitere Gruende.
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Ich hoffe innigst, dass FDP und Gruene weitaus mehr Stimmen erhalten werden bei der naechsten Wahl als der putzige SPD-Verein.
- Ich gebe zu, die tschechische Politik ist schlimmer, und der sozialdemokratische Vorsitzende Jiří Paroubek war so dumm sich auf ein destruktives Misstrauensvotum einzulassen ohne zu verstehen, dass er dadurch seinen Gegnern in die Haende spielt (fuer ausuferndere Analysen bitte gerne per E-Mail anfragen). Ich kann eine klammheimliche Freude ueber die Proteste gegen ihn im Europa-Wahlkampf nicht verbergen. Ich halte hier einzig Karl zu Schwarzenberg fuer integer, und bin froh dass er nach dem Sturz der Regierung zusammen mit dem ehemaligen Vorsitzenden der KDU-ČSL die rechtsliberale Partei TOP 09 gegruendet hat. Zusammen mit der tschechischen Piratenpartei hier wohl gerade mein Favorit.
Archive for the ‘politics’ Category
Die deutsche und tschechische Politiklandschaft.
Thursday, July 23rd, 2009Sníh na schodišti (Vermischtes).
Sunday, January 4th, 2009Jetzt kommt die Krise.
Waschmaschine kaputt. Jacke kaputt. Fahrradschloß kaputt. Das erfreut die Volkswirtschaft, denn dann wird gekauft!
Friday I’m in Love
Das T-Shirt zum Song.
(gefunden im Blog der sehr geschätzten la_rayis.)
Adbusting

Auf der Suche nach weiteren Aktionen neben Atombombenexplosionen und hustý Lichtzeichenanlagen gefunden: Violated subconsciousness (Znásilněný Podvědomí). Schon einige Jahre alt, but still Ztohoven at its very best.
Mitarbeiter des Monats
Sicherheitsdienstmann 1 am Eingang sagt Sicherheitsdienstmann 2, dass er mich nicht untersuchen brauche, da ich doch Mitarbeiter sei. Mir neu. Falls jemand Waffeln oder Drogeln in die örtliche Großraumdiskothek schmuggeln möchte: Bitte Kommentar hinterlassen.
Magst du Schnee?
Ja. Und allgemein Menschen, die den Mut haben, dies zu fragen (und es scheinen mehr zu werden) anstelle von “Wie geht’s”, “Wie heißt du”, “Was machst Du”. Denn was interessiert’s mich?
I got home from the club, switched on TV and Barack’o was president.
Wednesday, November 5th, 2008And I felt confident.
(Yes, there are also fields where I would have prefered McCain, but to sum it up: It’s probably better for this world. “Don’t forget the T it follows liber in the constitution”, to quote NOFX.)
Kapitalismus.
Thursday, October 23rd, 2008Vorbemerkung: Kapitalismus ohne ordopolitischen Handlungsrahmen zerstört sich selbst. Daher gibt es Bilanzierungsregeln, ein Kartellamt, und eine gewisse Transparenz. Sinnvoll. Wenn isländische Banken aggressiv expandieren und überdurchschnittliche Zinsen ohne irgendeine Eigenkapitaldeckung versprechen, könnte man bei Interesse mißtrauisch sein – aber welcher durchschnittliche Bankkunde erkundigt sich nach so etwas? Ich würde ja auch lieber meinem Computerhändler einfach vertrauen und mir kein Hintergrundwissen aneignen müssen. Aber dann kriege ich vielleicht das teuerste oder schlechteste Modell verkauft. Oder um es mit einem Freund zu sagen: “Ich will mich damit eigentlich gar nicht beschäftigen müssen.” Verständlich.
Warum wird nun Herr Ackermann dafür kritisiert, dass sein Bankhaus eines der ordentlich geführteren darstellt und daher das Annehmen staatlicher Hilfen absolut nicht seinem (und meinem) Verständnis von freiem Markt und Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen entspricht? Nur weil die Bundesregierung sich heimlich wünscht, dass alle Banken Staatskapital annehmen, damit Bürger nicht im freien Wettbewerb (und okay, sicherlich etwas destabilisierend wirkend) von ihrer öffentlich Hilfe in Anspruch nehmenden Bank zu einer anderen wechseln, die offenbar eine sinnvollere Risikoverteilung ihrer Investments besitzt und einfach fähiger mit Geld wirtschaften kann?
Welche Banken haben in Deutschland bisher Probleme gehabt? SachsenLB (staatlich), IKB (ehemals zu 38% staatlich durch die KfW, nun 90%), KfW (staatlich), BayernLB (staatlich), Hypo Real Estate (teilweise ehemals staatliche Depfa). Interessanter Anteil staatlicher Banken hier. Die deutschen Landesbanken/Sparkassen verzerrten den Wettbewerb lange genug dank ihrer besseren Bonitätseinstufungen aufgrund staatlicher Deckung. Wer bitte braucht staatliche Banken?
Der Staatssozialismus, der in verschiedenen Ausmaßen nun in Island, UK, USA und Frankreich durch (Teil-)Verstaatlichungen eingeführt wird, macht oftmals Marktselbstbereinigungen zunichte, da er den internationalen Wettbewerb verzehrt (so denn diese Banken international tätig sind) – da nimmt dann z.B. die ING-Gruppe nur Staatsgeld in Anspruch, um einen ähnlichen Handlungsspielraum zu erhalten, den andere Banken zuvor erst durch Staatsgelder erhalten haben.
Ja, man hätte sicherlich in den USA durch Geld- und Fiskalpolitik viel früher Anreize zur Erhöhungen der privaten Sparquote schaffen können, wenn dies gewollt gewesen wäre. Ich hoffe immer noch inständig, dass die Vormachtstellung des US-Dollars (die nur durch das unsägliche Bretton-Woods-System der fixierten Wechselkurse entstanden ist, einer 20 Jahre währenden Lizenz zum Gelddrucken wie blöde ohne Inflationsängste) hoffentlich bald gebrochen wird.
Wenn Kapitalismus angeblich nicht funktioniert (taz, 01.10.: “Kapitalismus gescheitert”; Lidové noviny, 18.09.: “Ende des Kapitalismus?”), warum fordert dann bisher niemand, nicht einmal Die Linke, konsequent Realsozialismus? Offenbar existiert halt kein sonstiges Konzept, was den Erwartungen der meisten Menschen bezüglich Wohlstand und individueller Freiheit besser Rechnung trägt als das momentane?
Politik, Musik, Kunst.
Saturday, August 30th, 2008- Ich verstehe nicht das Rußland-Bashing der gleichgeschalteten Medien. Georgien hat als erstes das Völkerrecht gebrochen, indem es 48 Stunden nach einem Waffenstillstandsabkommen Süd-Ossetien militaerisch angegriffen hat. Und die Anerkennung von Abchasien und Süd-Ossetien durch Rußland ist nichts anderes als der Völkerrechtsbruch, der als Novum mit der Anerkennung des “Kosovo” durch den Westen begann und nun Schule machen wird. Wenn der Westen überall seine diffusen Machtansprueche durchsetzen möchte (lies: seine Öl-Pipelines in Sicherheit wiegen möchte), dann viel Spaß bei weiteren Kriegen in Dagestan, Inguschetien, Berg Karabach und Transnistrien (letzteres wäre dann ja endlich Krieg vor der Haustür der EU, und nicht irgendwo kurz vorm Aralsee). Aber Deutschlands Interessen werden ja inzwischen auch am Hindukusch verteidigt.
- Überrascht vom Abspann der samstäglichen “ARD Sportschau” gewesen – die Platte steht hier ja auch im Schrank, aber hat jemand der Redakteure eigentlich den Text des Liedes verstanden, welches dort Bilder des 3. Spieltages untermalen durfte? “Skinny girl, dressed in black, leather boots, nazi hat”? Na, wenn die ARD das so meint… Der bierselige Durchschnittszuschauer wird das schon nicht mitbekommen haben, war ja in einer anderen Sprache gesungen.
- Big Ideas (don’t get any). Die Abschlußarbeit des Kunststudenten James Houston. Song im Original von Radiohead. Den verwendeten Scanner habe ich auch einmal verwalten dürfen. Mit großem Dank an la_rayis für diesen Link in ihrem Blog.
“Jetzt kommt die Krise.”
Wednesday, July 9th, 2008Eine Woche GUADEC in Istanbul.
Istanbul stellt sicherlich einige der bisherigen Eindrücke, die man durch die in Deutschland lebenden türkischstämmigen Menschen erhalten hat, auf den Kopf. Die Stadt ist in einigem internationaler und fortschrittlicher als ich es je erwartet hätte, und ist dennoch zugleich unkompliziert, gerade in Bezug auf den Straßenverkehr (Taxifahrer fahren 140 in 70-Zonen etc oder hupen, wenn sie überholen, damit der Gegenverkehr abbremst). Danke dafür.
Beeindruckend, wenn morgens um halb fünf langsam die Sonne aufgeht und gleichzeitig ein Dutzend Muezzine in der Umgebung der eigenen Dachterrasse anfangen zu beten. Die Moscheen sind wunderschön. Und ich warte auf den Putsch, der aber sicherlich erst im nächsten Monat geschehen wird. Während eines Meetings heute morgen in der Cafeteria wurden auf einmal die Fernseher angemacht und die Lautsprecher, da aber keine Panzer zu sehen waren handelte es sich “nur” um einen Anschlag.
Unsere Bahçeşehir Üniversitesi liegt direkt am Bosporus und es ist beeindruckend, mit einem Getränk im Garten zu sitzen, Asien in Sicht zu haben, einige riesige Dampfer vorbeiziehen zu sehen und mich mit vielen alten Freunden zu unterhalten, die man eine lange Zeit nicht mehr gesehen hat.
Das Football Tournament gestern hat wie immer großen Spaß gemacht, vorallem wenn von zwei Seiten die Gebete über Lautsprecher den Platz beschallen. Mein Team war nicht erfolgreich (1:3 und 0:4), dafür aber mein Ehrentor quer über den Platz hoffentlich sehenswert.
Unser Konferenz-Talk über das Bearbeiten von eingehenden Benutzerrückmeldungen und Fehlerberichten (“Bugtriaging in GNOME”) war schlecht besucht, da er eine Stunde vorgezogen wurde und dies in den ausgedruckten Programmen nicht berücksichtigt wurde. Wir werden ihn daher spontan morgen wiederholen. Zudem habe ich Probleme, E-Mails abzurufen und zu verschicken sowie IRC zu nutzen. Ich sehe schon den Berg an Emails, der Anfang nächster Woche auf mich wartet…
Vermischtes.
Saturday, June 28th, 2008- Neuer Laptop. Windows XP komplett zerschossen beim Installieren des Grafikkartentreibers. Allerdings auch keinerlei Motivation, das zu reparieren. GNOME/Linux auf der anderen Seite durch das Kopieren meiner alten Daten auch so zerschossen, daß ich weder Symbole noch ein Menü mehr hatte. Unterhaltsam: Nach einem strace auf Nautilus als Test-Benutzer ging dann auch wieder in meinem echten Benutzerkonto alles. Nein, ich will das alles gar nicht verstehen. Viel wichtiger ist doch, dass ich meine Ximian- und Microsoft-Sticker auf dieses viereckige Modeaccessoire rüberbekomme und eine passende schicke pinke Laptoptasche finde, oder? Wer kommt jetzt mit auf die Loveparade?
Insgesamt aber mal wieder sehr beeindruckt gewesen, wie zeitsparend es ist, daß man jegliche Software zentral mit einem Klick installieren kann. Ich verstehe nicht den Masochismus, sich unter Windows wie im Jahre 1995 auf irgendwelchen (ggf. noch nicht mal vertrauenswürdigen) Internetseiten die ganzen gewünschten Programme einzeln herunterzuladen und auch noch selbst installieren zu müssen.
- Deutschland vs. Türkei – bla bla, Integrationsdebatte, beide Fahnen an Autos, schon genug drüber gelesen, innenpolitisch, ich weiß. Habe allerdings gestern die Wirkung auf gerade nur für einige Monate in Deutschland verweilende Menschen bemerkt, die ziemlich beeindruckt davon waren, dass hier anscheinend multinationaler Patriotismus einigermaßen unkompliziert funktionieren kann. Und das in Deutschland!
- Der verbreitete Werbeslogan “Geldkarte/Euro-Führerschein rein, Drogen raus” für Zigarettenautomaten ist eine Lüge, mit einem tschechischen Euro-Führerschein geht das schon mal nicht. Konsequenter nächster Schritt wäre, den Aufdruck auf den Zigarettenpackungen zu erweitern: “Rauchen: Bitte nur Erwachsene und Deutsche”.
- Wer Ironie findet, darf sie behalten. Oder noch besser: “In diesem Blog verbreitete Meinungen geben nicht die Meinungen meiner Arbeitgeber oder Regierung wieder.”
Vermischtes.
Thursday, June 19th, 2008(Also die klassische Musik- und Politik-Selbstmitteilungszwangrubrik.)
- Ich bin Monate bzw. Wochen zu spät für die jeweiligen zugehörigen Hypes, dennoch auf der momentanen Gehörliste (auch ohne die netten Videos) neben Daniel Holbachs Drum’n'Bass-Tapes:
- Thou Shalt always Kill wegen einiger grandioser Sätze wie “Thou shalt not use poetry, art or music to get into girls pants – use it to get into their heads.”
- Stress (denn ich mag unruhige Streicher, auftaktige Klaviere und scharf gesetzte Synthies).
- The Test – wundervolles Lied, wundervolles Video.
- Paperplanes – Grund genug, um meine Sammlung an M.I.A.-Alben zu vervollständigen.
- Ich wünsche mir, dass Michel Friedman 10 Minuten Herrn Bussi Beck vom SPD-Verein interviewt, dann wäre das Thema endlich erledigt. Und Köhler erklärt, dass es anderthalb Millionen Arbeitslose weniger gebe. Wieviele davon befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen? Und warum kannte zurecht niemand das Wort “prekär” vor drei Jahren?
- (Hinweis: Es folgt ein gekauftes Blogthema aus Ermangelung an Kreativität. Großer Dank an Lieferanten!) Vypsaná fiXa und ihr schnuckeliger Liedsänger Mardí spielen am 31. Juli für lau in Prag, bis die Polizei die Veranstaltung abbrechen wird (oder sowas, notfalls halt mal selbst nachlesen und übersetzen). Warum, warum liegt meine Diplomprüfungsklausur auf dem 31. Juli? Wo ist der Privatjet, wenn ich ihn brauche?
- Ah, nachlesen und übersetzen: Google Translate hat einige neue Sprachen hinzugefügt. Im Gegensatz zu den bisherigen Ein-Wort-Abfragen für Polnisch und Tschechisch in Online-Wörterbüchern ist dies ein Fortschritt, dennoch sind die Ergebnisse ziemlich unverständlich. Interessant fand ich Erklärungen von Google, wie dies zustande kommt.
Zu erledigen.
Friday, April 18th, 2008- Seminararbeit über Peter Drucker heute (fünf Minuten vor Abgabetermin) eingereicht. Beschwerden über das Timing bitte an die anderen Beteiligten.
- Studienarbeit (Integrieren eines Straßenkartendienstes in eine Java-Desktop-Anbindung): In den nächsten Wochen fertigkriegen.
- IGNITE-Konzert am Sonntag. Oh yeah!
Genereller Hinweis auch an all diejenigen, die sich nicht für den Themenbereich Überwachung und Grundrechte interessieren: http://annalist.noblogs.org/ ist ein sehr lesenswerter Blog um einen Eindruck zu erhalten, wie es werden kann, falls irgendwann das Bundesverfassungsgericht mal nicht mehr letzte Bastion der Grundrechte sein sollte.
Vermischtes.
Thursday, April 10th, 2008- HR-Recruiting-Emails sind unterhaltsam, wenn der Absender offenbar nicht herausgefunden hat, in welchem Feld der Umworbene denn überhaupt arbeitet. Dann entstehen solche Bauchpinselsätze wie “You seem to be playing a pretty significant part in your software project.” Nee. Das täuscht nur. Deshalb auch das “seem”, honey.
- Das Suchen nach Songtitel mit Textfetzen im Internet funktioniert. Hatte irgendwann mal eine Kassette mit Aufnahmen von EinsLive um 1996, und nun bemerkt, daß besagter Unplugged-Künstler später die Band Erdmöbel gegründet hat, und die beiden von mir gesuchten Songs nochmal aufgenommen hat. CD liegt jetzt hier. Internet ist wirklich eine tolle Erfindung der Amerikaner. “New York New York” von Moby mit Debbie Harry hab ich auch so gefunden, zwei Jahre nachdem ich es auf einer Party gehört habe. Also, what is the next big music thingy? Lande ich noch mehr beim Pop?
- GLS meint wir hätten hier kein Klingelschild. Das ist offenbar falsch. Ich hab auch extra nochmal geschaut: Keine Fraktur, kein Sütterlin, sondern Helvetica/Arial. Jungs, das muss besser werden. So könnt Ihr der Post doch nie Konkurrenz machen.
- Scheint ja grad in Mode zu sein gegen China zu demonstrieren. Aber was war Tibet denn? Genau, ein Gottesstaat, gelenkt von religiösen Machthabern! Aber ist sowas denn nicht per se böse? Und wenn die Tibeter gegen die Überfremdung durch die hinzuziehenden Chinesen protestieren, erinnert das nicht an Töne vom Rande des Parteienspektrums, die in Deutschland doch sonst total politisch unkorrekt wären? Merkwürdig. (Wer Ironie entdeckt, darf sie behalten.)


