Archive for the ‘prague’ Category

Majáles.

Friday, May 4th, 2007
  • Majáles
    Ein schönes kleines (15000 Leute vielleicht?) Festival auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Výstavištĕ, also 10 Minuten von meinem Wohnheim entfernt. Das Gelände ist leicht verfallen und hat einen eigenen Charme (viele Bäume, alte Wege), das Bier war staubiger als je zuvor in meinem Leben, und tschechische und slowakische Rock, Ska- und Hiphop-Bands haben mir den Tag versüßt, und am Abend dann Clawfinger und Dog Eat Dog, beide gut abgehangen, aber unterhaltsam, und die pösen pösen Oomph! aus Wolfenbüttel.
    Polemic (Ska) und Questabilis (Turntablists irgendwo zwischen Hiphop, Johnny Cash, Eurythmics und Prodigy) waren wohl für mich die Höhepunkte.
  • Computerkrams
    OK, Festplatte nicht zu retten, dafür aber eine schöne große neue bekommen und herausgefunden, daß ich noch bis September Garantie auf meinen Computer habe. Mein Dank gilt der sehr freundlichen und des Englischen mächtigen (Hurra!) Firma Data Intertech. Jetzt sind also Windows XP und Fedora 7 (mal anstelle von SuSE 10.2) installiert, die Festplattengröße würde mir auch die Option Windows Vista bieten, aber das lasse ich mal den viel technikinteressierteren František für mich auf eine andere Platte installieren… Outsourcing, dumdidum…
  • Die Zeit geht zu schnell rum. Die letzte Uniwoche bricht an. :-(

Marx, Stadt, Alkohol.

Saturday, April 28th, 2007
  • Mit Klaus im Cross-Club ueber Migration, Politik, die Welt im Besonderen und Allgemeinen diskutiert. Meinungsverschiedenheit: Wenn Karl Marx in unserer Zeit auf die Welt schauen wuerde, waere er zufriedener oder noch ungluecklicher? “Es geht den Arbeitern ja jetzt besser” vs. “Der Arbeiter hat sich mit seiner Lage abgefunden und kaempft nicht mehr selbst fuer seine Bildung”?
  • Auf der Suche nach Geschäften, die meinen Computer reparieren, bin ich ein wenig herumgekommen und habe nette Gegenden gesehen, aber auch durchgehend Geschäfte, die bereits geschlossen waren oder nicht mehr existierten. Und warum will hier keiner samstags arbeiten? Grummel…
  • Ich bin teilweise dazu übergegangen, die Frage, warum ich denn keinen Alkohol trinke damit zu beantworten, dass ich Moslem sei. Der Nebeneffekt davon ist, daß jegliche echte Muslime am Tisch (die gerade noch seelenruhig an ihrem Bier nippten) schlucken und ein schlechtes Gewissen bekommen. Immer ganz lustig anzuschauen.

Tschechischer Abend.

Wednesday, April 25th, 2007
  • Gestern hat František seinen heutigen Geburtstag gefeiert. Während es ja in Deutschland üblich ist, die Feier am selben Tage oder später stattfinden zu lassen, aus Angst, man könne ansonsten vom Pech verfolgt werden, scheint das hier keinerlei Problem darzustellen. Neben einer reichhaltigen Auswahl an Schnittchen, teutschem Kartoffelsalat und Bier hat es sehr viel Spaß gemacht, einen Abend in tschechischer Sprache zu verbringen, vorallem das “Activity”-Spielen war dann sehr interessant (immerhin: zweiter Platz). Und da František die musikalische Gestaltung recht minimalistisch mit einem 32 Stücke umfassenden Repertoire von Soundtracks einiger Louis de Funès-Filme übernommen hatte, bin ich mir nun recht sicher, daß sowohl Stefan Raabs Trailer-Einspielmusik in “TV Total” als auch das Sample von Flers “Nach eigenen Regeln” hierher stammen.
  • Wieviel Geld bekommt man zusammen, und wieviele Leute bleiben überhaupt stehen, wenn man einen der weltbesten Musiker eine Stunde lang in Washington in einer U-Bahn-Station musizieren läßt?
  • Anfang Mai steigt gegenüber das Majáles-Festival mit einigen bekannten aber eher uninteressanten sowie vielen sicherlich sehenswerten unbekannten Bands. Dann hoff ich mal, daß das Wetter so gut bleibt. Und Freitag spielt Panacea hier um die Ecke.
  • Festplatte und Fotoapparat kaputt. Passiert.
  • Wenn Schräuble so weitermacht, wandere ich wirklich aus.
    Es ist diesmal nicht das schlechte Bildungssystem, der Fachkräftemangel, oder mal wieder das Gefühl, daß nichts passiert in Deutschland. Es ist eher inzwischen die reifende Erkenntnis, daß ich zumindest in einer Position, nämlich der des Bundesministers des Inneren, in den letzten 12 Jahren von geldgeilen & unintegren sowie von geldgeilen & unintegren, aber auch mal von nur unintegren, dafür aber gefährlich ahnungslosen Personen regiert wurde und werde, die auf Gesetze und Verfassung scheißen.

    Denk ich an Deutschland in der Nacht… Ratten bleiben Ratten.

Verschiedenes.

Wednesday, April 11th, 2007
  • Ostern war ich kurz auf Heimatbesuch und es war sehr schön, mal wieder Steffi, Eltern, und Freunde zu sehen. Und Osterräder.
  • Prag.
    • Prag ist dreckig. Es gibt zwar Straßenreinigung, aber interessanterweise nie dort, wo ich gerade auf die Straßenbahn warte und dann zufällig 4 Polizeiwagen und ein Krankenwagen mit 120 Sachen die Abkürzung über die Schienen nehmen. Wehen wir den Staub der Straßen / allen Kranken in die Nasen / scheuchen wir der Kranken Brut?
    • Auf Toiletten immer am Eingang prüfen, ob Klopapier ausliegt. Die Zentralisierung der Ausgabe ermöglicht es, sich sowohl die Hände damit zu trocknen als auch einige Geschäfte auf Toilette zu erledigen, und sich bereits vor dem Besuch der hiesigen Örtlichkeit Gedanken über die Anzahl der benötigten Blätter zu machen. Auf der Toilette selbst gibt es dann natürlich kein Papier und auch keine Halterung dafür, warum auch. Zu spät bemerkt? Schlecht.
    • Einige Toiletten lassen sich nicht abschließen. Angelehnte Tür bedeutet: frei. Geschlossene (nicht: verschlossene) Tür bedeutet: besetzt. Man trifft also immer mal wieder verärgerte Menschen, die einem buchstäblich die Tür vor der Nase wieder schließen. Vorteil für Clubs: Man kann die Betrunkenen leichter wieder aus den Klos herausziehen.
  • Mein liebster diesjähriger Aprilscherz war ja bisher von der Tagesschau. Nachdem ich mich nun allerdings über Alanis Morissettes Coverversion von “My Humps” im Stile einer frühen Tori Amos kringelig gelacht habe, wird mir ein mal mehr die Lächerlichkeit so einiger Musik-Videos und Songtexte bewusst. Danke dafür (die Pointe ist allerdings treffsicherer, wenn das Originalvideo bekannt ist).
  • Uni? Heute (Mittwoch) Business Plan eingereicht per E-Mail, morgen Präsentation vorbereiten, Freitag Präsentation halten. Dienstag in München Interview führen, Freitag Interview abgeben. Montag Präsentation über die Heimatuniversität halten, Dienstag Klausur und Vortrag in Tschechisch. Den Rest lasse ich dann erstmal unter den Tisch fallen.

My country (in approx. 150 words)

Tuesday, April 3rd, 2007

Jmenuju se André a jsem Nemec, ale žiju v České republice teď. Jsem z Brunšvik, je východně od Hannover. Německo leží uprostřed Evropy, a má devět sousedy. Na severu, je Dánsko, a dvě moře: Severní moře a baltské moře. Na jihu, jsou Švýcarsko a Rakousko. Na východě, jsou Polsko a Česka republika. A na západě, jsou Nizozemí, Belgie, Lucembursko a Francie.
Dalši velká města jsou Hamburg (na severu), Berlín (na východě), Mnichov (na jihu) a Kolín (na západě).
Na jihu jsou hory. Známé hory jsou Zugspitze (na jihu) a Brocken (uprostřed). Zugspitze je nejvyšší hora v Německe, měří dva tisíce devět set šedesát dve metrů.
Německo jsou šestnáct země, šest jsou na výchoě a deset jsou na západě.
Německá národní řeky jsou Rýn, Labe a Dunaj.
Hlavni město je Berlín. Má více než tři miliny obyvatel. Celé Německo má osmdesát dvě millionů obyvatel. Vsíchni mluví německy, ale existují turecký, ruský, sorbcký a dánský.
Brunšvik není krásné město a cigarety jsou drahý.

YEAH! :-)

Security came and said "I’m sorry there’s no skating here".

Sunday, April 1st, 2007

Endlich mal eine Seite mit Český (und auch Slovenský) Hip Hop vorgefunden, natürlich zufällig (klassisches MySpace-Browsen?), denn wenn man danach sucht ist man ja nie erfolgreich. Ich wette, daß die große Mehrheit dieser MP3-Downloads illegal sein wird – was soll’s.
Ansonsten: Die Präsentation meiner Heimat-Uni zusammengebaut, da wir am 23./24. April unsere Unis präsentieren müssen; zudem unseren Business Plan korrigiert, Materialien und Informationen für das Essay in e-Business gesucht, und die Frage an mich selbst gerichtet, wo ich mir einen Unternehmensgründer zum Interview herhole.
Klingt richtig nach Arbeit, wenn ich das so lese. ;-)

VŠE, VŠE.

Friday, March 30th, 2007

Nun gut, was mache ich hier eigentlich an der E (das ist meine Uni)? Neben der wunderbaren Caféteria mit Palačinky (für die Nicht-Österreicher: Pfannkuchen) gehe ich natürlich auch brav zu meinen folgenden englischsprachigen Vorlesungen:

  • Entrepreneurship (Unternehmensführung)
    Einer der Hauptgründe meines Auslandsaufenthalts hier.
    Die “Vorlesung” ist äußerst interaktiv (wie alles hier, also kein Einschlafen während eines anderthalbstündigen Monologes), das heißt, daß nach einigen Folien und (Gast-)Vorträgen eines der drei Dozenten wir (14 Leute im Kurs) manchmal spontan eine Aufgabe bekommen (“Überlegt euch eine Geschäftsidee und präsentiert die dann hier. 20 Minuten Zeit.” oder “Wir haben nun die verschiedenen Typen von Konsumentencharakteren gelernt. Vier Gruppen, und jeder entwickelt nun ein Werbeplakat für ein neues Fahrrad für jeden dieser Charaktere.”), oder wir auch einmal Filme schauen oder einige Folgen von Dragon’s Den auf BBC Two, um selbst ein Gefühl zu bekommen, wie man mit einer Geschäftsidee scheitern kann und warum, oder auch um Gründe für Erfolg zu finden.
    Die Note basiert auf aktiver Mitarbeit (10%), der Erstellung und Präsentation eines Geschäftsplans (30%), einem Interview und Essay mit einem Unternehmer, den man sich selbst zu suchen hat (30%), und der Klausur am Ende (30%).
  • Elementary Czech (Elementares Tschechisch)
    Ano, jsem cizinec, mluvím trochu česky, ale studuju. Ich erhalte mein Bier, und ich beherrsche den Akkusativ. Die Lehrerin ist sehr gut, da sie realistisch ist und weiß, daß wir nur für 4 Monate hier sind, und sie sich daher auf das wesentliche konzentriert und nicht versucht, uns die gesamte Grammatik beizubringen. Die Vokabelschwemme am Anfang war immens, und der Unterricht (da gleich in der zweiten Woche aufgrund der großen Nachfrage eine Parallel-Veranstaltung eingeführt wurde, wodurch ich nicht mehr mit 29, sondern mit 11 anderen im Raum sitze) ist fordernd und macht Spaß, da es sehr abwechslungsreich ist. Vor einigen Tagen war die Midterm-Klausur, wir haben noch eine Endklausur Ende April (jeweils 25% der Note), sowie zwei Essays mit je 150 Wörtern über unser Land und unsere Familie zu schreiben und diese auch vorzutragen (je 20%). 10% gibt es für die Anwesenheit und mündliche Beteiligung. Das Buch hat die Dozentin selbst geschrieben und es ist auch zugeschnitten auf 14 Wochen Uni.
  • Cross-Cultural Management Communication (Multikulturelle Kommunikation im Management)
    Keine Klausur, nur ein zweiseitiges Essay (“essay-2 pages A 4, topic: application of Hofstede´s value dimensions on your own intercultural experience”) über meine Arbeit in einem indischen Software-Team (25%), sowie Anwesenheitspflicht (75%; Strichlisten sind äußerst einfach zu fälschen). Klassische Vorlesung (200 Studenten anwesend), manchmal etwas trocken (wenn die Professorin nur aus ihrem Buch vorliest), manchmal sehr unterhaltsam (wenn Gastdozenten über ihre bewaffnete Kindheit in Nordirland vortragen). Die Vorträge sind nach Ländern/Kulturen sortiert (ČR, UK, Japan, Arabien etc.), und nicht nach Unterpunkten (Augenkontakt, Power Distance, Individualismus vs. Kollektivismus, Maskulinität vs. Feminität, Unsicherheitsvermeidung, polychronisches vs. monochronisches Verhalten etc.).
  • e-Business
    Dieses Fach ist merkwürdig. Ich habe immer noch nicht das Gefühl, daß ich wirklich verstanden hätte, worum es hier geht. Wir reden über Balanced Scorecards, Entreprise Ressource Planning, IS/ICT Services und Recent Trends in Enterprise Information Systems and Application Delivery Models, und mir dämmert, daß es sich um eine Mischung aus Projektmanagement, Logistik, sowie Management of Information Systems (oder so) handelt. Die Vorträge der wechselnden Professoren sind oftmals interessant, allerdings fehlt mir manchmal der rote Faden, wenn ich bei Eurostat oder beim Czech Statistical Office Vergleichsdaten zu Broadband Penetration, Mobile Phone Subscriptions oder ICT Expenditure heraussuche.
    Die Note setzt sich zusammen aus aktiver Beteiligung, der Klausur Anfang Mai sowie einer Hausarbeit mit 10 bis 20 Seiten und ihrer Präsentation. Potentielle Hausarbeitsthemen klingen ähnlich schwammig, abkürzungsreich, und interessant (“Analysis of market trends of ERP applications – Open Source, SaaS, SOA”).
  • Business Negotation Skills (Geschäftsverhandlungsfähigkeiten)
    Dies war ein dreitägiges Blockseminar, geleitet von einer Studentin. Ich habe keinen großen Unterschied zu einem Volkshochschul-Rhetorik-Kurs vorfinden können (“Been there, done that, got the t-shirt.”), wir haben zweiminütige Vorträge vor der Videokamera halten dürfen und dies dann analysiert, eine English Debate geführt (zwei Gruppen haben eine Pro- und Contra-Position zu einem Thema wie Abtreibung oder Sterbehilfe einzunehmen und es wird der Reihe nach diskutiert), sowie dann doch noch ein flinkes Rollenspiel zwischen Kunde und Verkäufer geführt, welches dann aber zum Ende hin mit “Wir haben doch keine Zeit”-Rufen der Dozentin beendet wurde. Ich habe hier den “Business”-Teil aus dem Veranstaltungstitel vermisst, war aber zufrieden, daß wir alle explizit um Feedback zur Veranstaltung per E-Mail gebeten wurden (in Deutschland habe ich oft das Gefühl, daß diese ganzen [vorgeschriebenen] Evaluationsbögen eh im Papierkorb landen, selbst wenn über Jahre immer wieder die gleiche Kritik geübt wird).

Das Bewertungssystem sieht hier wie folgt aus:

  • 100-90%: A – Excellent (Exzellent)
  • 89-75%: B – Very good (Sehr gut)
  • 74-60%: C – Average (Durchschnitt)

Hmm. Bis hierher war dies eigentlich ein perfekter Blog-Eintrag für meine Eltern, und wer Ostereier findet, darf sie behalten.

Corrupce? Ne…

Friday, March 30th, 2007

Nach einem wunderschönen Wochenende mit Steffi (inkl. Besuch von Aida für 1 EUR sowie einem Eishockey-Halbfinal-Playoff des HC Sparta Praha gegen Bílí Tygři Liberec, und Sonne im Park genießen) hat mich nun das normale Studentenleben wieder, zumindest für ein paar Tage…

Den Zeitungen zufolge (zwei Minister der Vorgänger-Regierung sitzen im Gefängnis wegen etwas Militärflugzeug-Filz sowie anderer Geschichten, die ich gerade wieder vergessen habe) und dem was mir Professoren sowie Tschechen bisher erzählt haben, ist die ČR (also das Land, in dem ich lebe) eines der korruptesten Länder in der Europäischen Union.
Bisher habe ich allerdings nur das Gegenteil erlebt, zumindest im öffentlichen Sektor. Der private Sektor allerdings irritiert mich manchmal schon:
Am Dienstag war wieder die allwöchentliche N2N-Party, und irgendwann gegen halb vier bemerkte ich Jacques (ein belgischer Student) vor der Toilette des Clubs, zusammen mit noch zwei Franzosen und zwei Bodyguards des Clubs. Dazu muß ich sagen, dass in diesem Club die eigentlichen Toiletten im Keller sind, und es eine einzige Toilette (ohne Vorraum mit Waschbecken, wie sonst) im Eingangsbereich gibt.
Jacques wurde beschuldigt, in der Toilette den Spülkasten und die Klopapier-Plastikverkleidung zertrümmert zu haben; Jacques wiederum sagte, daß dies bereits schon vorher kaputt war. Der Satz, der alle Beteiligten allerdings stutzig gemacht hat, kam von einer Mitarbeiterin des Clubs: Wenn Jacques 3000 CZK zahle, so würde man nicht die Polizei rufen. Aaah ja….Was mich nun wundert – Ist das ernstgemeintes “Probleme einfach und unbürokratisch lösen”, oder ist das, zusammen mit dem Gebaren der Bodyguards, der Versuch, schnelles Geld mit einigen Ausländern zu machen?
Die herbeigerufene Polizei, die gleich mit Blaulicht und vier Streifenwagen kam, war allerdings total korrekt – einige Beamte konnten Englisch sprechen, Jacques hat zweimal seine Version der Dinge erzählt, und danach zog die Polizei dann auch wieder ab, obwohl Jacques so klang, als ob er bei einem Ausflug auf die Polizeiwache gerne seine Botschaft angerufen hätte, die dann sicherlich sofort einige Luftgeschwader und Panzer zur Befreiung losgeschickt hätte (sicherlich über teutsche Autobahnen)…

Weitere Anekdoten in dieser Kategorie wären eigentlich nur, daß einige Leute bereits Strafe zahlen mussten für lautes Singen auf der Straße (nun gut), und daß man wohl auch mal einige Kronen blechen darf, wenn man eine grüne Fußgängerampel zwei Meter neben den Markierungen quert.

Insgesamt aber muß ich sagen: Ich halte das hier für ein recht sicheres Pflaster, allerdings lasse ich mich auch nicht in Clubs erst mit Alkohol vollaufen und dann verprügeln, wie es zumindest zwei Leuten bisher ergangen ist.

Pattie.

Thursday, March 22nd, 2007

Nation2Nation-Party, gestern abend. Vorneweg: Arne, gute Idee, aber jegliche einheimische Musik wurde gepflegt ignoriert, wie DJs halt so sind…

Es war interessant, in einen völlig leeren Club zu kommen, mit gefühlten 10 Kilo Kartoffelsalat unter Arm, und dann zusammen mit 20 anderen Österreichern und Deutschen zwei Stunden zu warten, bis sich die ersten “normalen” Gäste einfinden. Die Präsentation (oh ja, es gibt eine Computer-Präsentation) war zunächst für 22 Uhr angesetzt, aber anscheinend gab es Probleme mit Österreich – eine Videodatei ist nicht dasselbe wie eine Powerpoint-Präsentation, letzteres war aber nun mal die Vorgabe.
So vergehen die Stunden, und zwischendurch traf mich ein weiteres Mal der berüchtigte “Du kennst Dich doch mit Computern aus, oder?”-Satz (diesmal mit österreichischem Akzent), mit dem Zusatz “Wir brauchen eine Ad-hoc-Verbindung zwischen zwei Rechnern”, den ich großzügig mit einem “Sorry, von Windows hab ich keine Ahnung” ausgeschlagen habe, was einem allerdings gleich einen verächtlichen Blick sowie den Satz “Noch so einer mit Linux!” einhandelt, und eine Stunde später dann auch noch den triumphierenden Satz “Windows! Jetzt läuft’s!”. Habe daraufhin meine ehrlichen Glückwünsche übermittelt (allerdings vielleicht eher für das Ausdauervermögen).
Halb eins war dann Präsentationsstart, was dem Club sicherlich nicht gefiel, denn wenn die Bude gerappelt voll ist mal eben für geplante 20 Minuten die Musik runterzuziehen, was dann aber 40 Minuten werden… nicht gerade geschäftsfördernd. Die Stimmung war allerdings sehr gut, und die Präsentation überwältigend, dank unseres danach heiseren Sprechers und Christian, der stilecht in Tracht ein Faß hereingetragen und angezapft hat.

Wie immer im Face2Face-Club ist die Musik äußerst wechselhaft (oh yeah! Oldies, Techno, R’n’B als Zufallsmix), aber diesmal war ich für 4 Minuten sehr zufrieden: Es scheint in vielen Clubs die notorischen 20 Minuten Eurodance zu geben (“sie Vanille er Schoko”, wie die Massiven es mal zutreffend beschrieben haben), mit Katastrophen wie La Bouche oder Ice MC, oder Höhepunkten wie: 2 Unlimited. Ich habe “Tribal Dance” noch nie zuvor in einem Club hören dürfen, aber die vor sich hin blubbernde 303 zusammen mit der abwärtsgeführten Synthi-Fläche im Refrain ist so göttlich, daß ich aus dem breitesten Grinsen nicht mehr herauskam. Da mich nun Leute zu recht für vollends bescheuert hielten, musste ich zu meiner Verteidigung sagen: Ich saß des öfteren mal mit Kopfhörern hinter einem Mischpult, und eine gute Produktion (vgl. die 909 bei “Pump up the Jam”) ist mir sehr viel wert – teilweise zählt die Produktion ja mehr als der Künstler (und bei Timbaland und Neptunes kann ich das teilweise auch nachvollziehen).
“Sie verlieren sich in Monologen, Herr Möchtegern-Musikjournalist.” – “Oh ja.”

Danach dann in den Cross Club, der aus einem metallenen Labyrinth psychedelicher LED-Leuchten und Antriebsrädern besteht – so in etwa, wie man sich ein bequemes Raumschiff auf LSD in einem guten Science-Fiction-Film der 70er Jahre vorstellt.
Die Bude hat dann aber auch um 5 geschlossen, und als wir beim Rausgeschmissenwerden noch von einem Jungen angesprochen wurden, woher wir denn seien, entstand dann für mich (auf deutsch) noch die kurze Unterhaltung, die irgendwann einmal geschehen musste, wenn man sagt, aus Deutschland zu kommen – ohne Anschuldigung, dafür direkt, gradlinig und ohne ‘Vorwarnung’, so dass ich betroffen und völlig außer Stande bin, irgendetwas zu sagen: “Ah, Deutschland. Meine halbe Familie ist in Auschwitz gestorben.”

Bugday NOW in #bugs on irc.gimp.org

Wednesday, March 21st, 2007

again a reminder for those who would like to contribute somehow to GNOME, but cannot/don’t want to write code…

one way is helping the GNOME bugsquad to handle the incoming bug reports (the so called “triaging”). there will be a public bugday on wednesday, march 21st, from 15:00 to 05:00 UTC in #bugs on irc.gimp.org, so this is your chance to become part of GNOME!
visit us, chat with us, and triage a bit if you like. see you online!